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04.03.2018 - 22. Mazdalauf in Eilenburg - Ein 10er als Frühjahrstrainingstest

Alle Jahre wieder ist der Mazdalauf fester Bestandteil eines Trainingsplanes wenn man sich auf einen Halbmarathon im Frühjahr vorbereitet. Und da Klaus, Ines und ich uns aktuell genau an so einem Plan zur Vorbereitung auf Berlin abarbeiten, machten wir uns am Sonntag den 04.03. gemeinsam auf den Weg nach Eilenburg.  Nach einer äußerst frostigen Woche war es mit -0,5°C regelrecht warm – laut Wettervorhersage sollte das Thermometer bis zu unserem Start um 11:45 Uhr sogar noch einige Grad in den Plusbereich klettern – nun denn!

Irgendwie auch wie jedes Jahr begannen bereits im Auto die wildesten Spekulationen – man könnte auch sagen, dass Entwickeln von passenden Ausreden – zum heutigen Rennverlauf. Auf Platz 1 hat es mal wieder die allgemeine Wetterlage geschafft – zu kalt, zu windig und überhaupt. Neu dabei und gleich auf Platz 2 gelandet, ist das bisherige Training. Dieses umfasste bisher nämlich nicht nur 4 wöchentliche Laufeinheiten – sondern auch jede Menge Kilometer im Wasser und auf dem Rad. Und gerade noch so– aber nur unter großem Protest meiner beiden Mitstreiter – ergatterte meine akute Unlust den dritten Platz auf dem Treppchen. Hatte ich plötzlich eine Lust auf (ganz) schnelles Laufen – schließlich ist doch Sonntag – laut Wikipedia der Ruhetag der Woche!

Aber Ausreden hin oder her – nach einer äußerst kurzweiligen Fahrt – hatten wir Eilenburg bereits erreicht. Ein Parkplatz war schnell gefunden und wir machten uns auf den Weg zur Startnummernausgabe. Ein frischer Wind blies uns ein ums andere Mal unangenehm unter die Klamotten und wir versuchten jeden Sonnenstrahl zu erhaschen, der sich inzwischen durch die Wolkendecke kämpfte. Anschließend hieß es noch einmal kurz aufwärmen und umziehen und schon wurde es Zeit für die Einlaufarbeit. Dann noch schnell ein Foto an der Startlinie für die LAV – Gruppe und die richtige Playlist ausgewählt und wir waren bereit. Mit 270 Starter/innen für den Hauptlauf war das Teilnehmerfeld heute deutlich kleiner als sonst – aber trotzdem würde es wieder ein schneller und rammliger Start werden. Pünktlich fiel der Startschuss und wie erwartet begann das Rennen mit einem Massensprint. Um nicht einfach umgerannt zu werden, gab es also nur eine Lösung – mitsprinten! Und das taten wir dann auch. Ines und Klaus verlor ich schon bald aus dem Blick – ich versuchte erst gar nicht irgendwie dran zu bleiben – das Tempo war auf jeden Fall zu hoch für mich. Nach einem ersten schnellen Kilometer hatte ich schließlich auch mein Plätzchen und Tempo gefunden und es fühlte sich gar nicht mal schlecht an. Nicht ganz unschuldig daran war auch die Sonne, die inzwischen ganz rausgekommen war und ordentlich wärmte. Meine Laune wurde von Runde zu Runde immer besser – ich blieb durchgängig unter einem Schnitt von 5:00min/km und ich würde somit nach meinen Berechnungen bei 49:30min ins Ziel kommen. Ich passierte das 7km – Schild – meine Uhr zeigte exakt 7km an – perfekt! Schließlich brach der letzte Kilometer an und ich bekam plötzlich tierisches Seitenstechen. Jetzt hieß es einfach nur Zähne zusammenbeißen und durch – nur noch 1000m! Nach 500 Metern ging es wieder und die letzte Ecke kam in greifbare Nähe. Noch einmal ein Blick auf die Uhr – oh nein – diese zeigte mir bereits die 10km an! Auch ein Sprint auf der letzten Geraden half nicht mehr – die offizielle Uhr blieb bei 50:38min stehen. Hinter der Ziellinie begrüßte mich eine fröhliche Ines mit den Worten „Das lief doch richtig gut heute – oder!?“  Ich konnte erst einmal nur ein verärgertes „Nee“ rausquetschen. So ein Pech aber auch – die 50er Marke knapp verpasst wegen GPS – Problemen o.ä. Nun ja – aber der Ärger war schnell verraucht – denn eigentlich war es doch ein super Rennen! Und vor allem Ines und Klaus sind wieder mal über sich hinaus gewachsen! Klaus hatte sich 45 Minuten vorgenommen und hat diese souverän unterboten und Ines lief nach unglaublichen 46:20 Minuten über die Ziellinie – wow – was für eine Leistung! Nach einem kurzen Austausch über den Rennverlauf schnappten wir uns schnell noch einen heißen Tee und ab ging es in die nahegelegene Turnhalle, in der wir uns duschen und wieder ausgehfein machen konnten. Anschließend wurde es noch einmal spannend – wer von uns hatte einen Treppchenplatz in seiner AK ergattert!? Die Ergebnisse waren bereits alle gedruckt und hingen zur Einsicht am Festzelt aus. Meine AK war wie erwartet super stark – für mich hatte es wie im Vorjahr nur für den 5. AK – Platz gereicht. Klaus musste sich trotz super Laufleistung mit dem undankbaren 4. AK – Platz zufrieden geben. Aber Ines konnte sich noch einmal richtig freuen – sie hatte es auf den 2. Platz ihrer AK geschafft. Wir waren noch keine 2 Minuten im Festzelt, da wurde auch schon ihr Name für die Siegerehrung aufgerufen. Bei dieser hörte Ines dann auch, dass sie den 1. Platz um nur 10 Sekunden verpasst hatte!

Das ist doch mal ein Ziel fürs nächste Jahr! Dennoch sichtlich zufrieden nahm Ines die schicke Medaille und den diesjährigen Preis – ein Flexi – Bar – entgegen und wir konnten uns auf den Heimweg machen. Wieder einmal hatten die Eilenburger bewiesen, dass sie es echt drauf haben. Es war wie immer alles perfekt durchorganisiert, es standen ordentliche Umkleiden und Duschen zur Verfügung, die Ergebnisse standen sofort zur Verfügung, schnelle Abwicklung der Siegerehrungen – es gab nur einen kleinen Wehrmutstropfen – jedenfalls für Klaus: Die Bratwurst war schon alle!

In diesem Sinne – bis zum nächsten Mal in Eilenburg, wenn es wieder gilt, neue Bestzeiten aufzustellen! Alle Informationen für die ganz Neugierigen unter Euch findet Ihr hier: http://www.mazda-lauf.de/.

Text/Bild: Sabine Eckel


 

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