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29.04.2012 - 15. Oberelbemarathon Dresden - Die neuen Erfahrungen eines Zugläufers

Der Landschaftsklassiker in Elbflorenz gehört zum xten Mal in Folge zu den beliebtesten Läufen Deutschlands. Das meinen zumindest die Leser der Fachzeitschrift „Laufzeit“. Jahr um Jahr werden es mehr und mehr, die sich dieses Event nicht entgehen lassen wollen. Auch zahlreiche Hallenser waren zur nunmehr 15. Auflage am letzten Sonntag im April wieder dabei. Und wieder konnte sich das Org-Team um Uwe Sonntag über einen neuen Melderekord mit 5 722 Laufenthusiasten aus 33 Nationen freuen.
Gestartet wurde der Lauf weit außerhalb der Elbmetropole, genauer gesagt im 42 km elbaufwärts, also oberelbig, gelegenen Königstein direkt zu Füßen der berühmten gleichnamigen Festung. Für die Anfahrt der Läuferscharen am Sonntagmorgen wurde ein Sonderzugservice der S-Bahn eingerichtet. Die Startnummer diente gleichzeitig als Zugticket. Entspannend war die Fahrt durch das Elbtal bis zum Startort. Am kleinen Bahnhof der 2.000 Seelen-Gemeinde Königstein war dann Endstation für mich und die Marathonis.
Im Startareal angekommen, begrüßten mein Freund Christoph Franzke und ich unsere Zugläuferkollegen. Neu in diesem Jahr war, dass die Zeiten von 3:30 und 4:00, doppelt besetzt waren. Also auch für mich eine neue Erfahrung. Wir holten unseren 4-Stunden-Luftballon ab und dann warteten wir bei einem glühend heißen Tee auf den Startschuss. Vorher gab es noch ein paar geistliche Worte. Ein Pfarrer hält eine kurze Andacht, in der er es versucht, den Bogen vom Marathon zu (Selbst)Vertrauen und natürlich dem rechten Glauben zu spannen. Ob die Botschaft bei jedem angekommen ist weis ich nicht zu sagen. Beim Wettergott jedenfalls nicht. Die Wolken, die die Sonne bislang in Schach hielten, lösten sich langsam auf und die aufziehende Wärme lies erahnen, dass der Lauf eine Herausforderung der besonderen Art sein wird.
Ja und dann war es soweit. Es war 9:30 Uhr und es machte Peng. Die Marathonkarawane macht sich auf den Weg und schlängelte sich flußabwärts auf dem Elberadweg in Richtung Dresden mit dem Ziel, das altehrwürdige Heinz-Steyer-Stadion. Anfangs wurden wir noch begleitet durch den Raddampfer “Stadt Wehlen”, der sich durch lautes Tuten bemerkbar machte und der extra für die Laufbegleiter gechartert wurde. Schon mit dem Startschuss begannen für uns 4:00-Zugläufer, vorerst unbemerkt, die zeitlichen Probleme. Wir benötigten zwar nur ca. eine halbe Minute um über die Startlinie zu laufen, aber es ging nur im „Stop and Go“ vorwärts. Bis dahin kein Problem. Unseren Schäfchen sagten wir immer, wir laufen den ersten Halben so in 1:57:00 Stunden und dann haben wir ein Zeitguthaben für den zweiten Halben. Das hat auch funktioniert bis zur Halbmarathonmarke. Aber dort hatten schon einige Läufer ihre Probleme mit der Wärme. Es war für uns Zugläufer schon harte Arbeit an diesem Tage, die Läufer zu motivieren. Das gelang nicht bei allen, zumal dann an den Verpflegungsstellen die Standpausen immer länger wurden. Und diese Standpausen waren das Problem für meinen geliehenen Garmin 305. Denn die Funktion „Autopause“ war aktiviert, was ich aber nicht wusste. So war ich immer in den Glauben, was ich auch allen Läufern während des Rennens mitteilte, wir haben noch Zeitguthaben. Das Unheil nahm also seinen Lauf. Es nahte die Versorgungsstelle am Km 38, die sich schon mit einer lauten Geräuschkulisse vorher angekündigte. Ich begrüßte den Moderator „Antenne Vogtland“ alias Reiner Zimmermann bevor ich mich dann genüsslich an die Sonderverpflegung ranmachte. Zwei kleine Pilsetten, flüssige Kohlehydrate sind kurz vor dem Ziel immer gut, und dann trabte ich weiter. Ich war inzwischen längst allein, keiner wollte mit mir die 4:00 Stunden schaffen, auch nicht mein Kollege. Der kümmerte sich weiter hinten um eine kleine Gruppe. Als ich kurz danach jemanden einholte meinte er, ob ich tatsächlich noch die 4:00 Stunden schaffen will. Ich schaute verantwortungsbewusst auf die Uhr und antwortete mit einem klaren JA, denn die zeigte eine Laufzeit von etwa 3:37 Stunden an und bis ins Ziel war nicht es mehr allzu weit. Seine Antwort, ob ich denn 5 Minuten nach ihm losgelaufen bin, brachte mich dann schwer ins Grübeln. Ein kurzer Check mit der aktuellen Uhrzeit brachte mir die Gewissheit dass etwas nicht stimmte. Ich ballerte also los, konnte noch so diesen und jenen Läufer mitreisen. Aber es nützten auch 2 schnelle Schlußkilometer in jeweils 4:45 min nichts. Ich hatte mein Ziel an diesem Tage verfehlt. Als ich die Uhr im Stadion sah zeigte die mir meine Endzeit von 4:01:56 Stunden an. Toll dachte ich, zu spät war ich als Hase noch nie. Dank der Autopausefunktion des Garmin hatte ich aber eine Nettolaufzeit von 3:56:00 Stunden. Gewiss, nur ein kleiner Trost. Das tat aber der Veranstaltung keinen Abbruch. Im Gegenteil: Wenn sich der Oberelbe-Marathon selbst zu den schönsten Landschaftsläufen in Deutschland zählt, so kann ich nur sagen: Ihr habt recht damit, so ist es.

Text: Frank Berger


 

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