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20.04.2013 - 35. Lange-Bahn-Lauf in Mäbendorf - In einem Land, das ich sehr mag!

Eines gleich vorweg - in diesem Bericht gibt es keine sportlichen Erfolgsmeldungen vor die Linse! Wem dadurch Entzugserscheinungen drohen, der kann sich gern ein wenig in unserer Mediathek umschauen und braucht dieser Lektüre keines Blickes würdigen...

Zur Einstimmung empfehle ich folgenden Hörgenuss, welcher auch den Rahmen für die nachfolgenden Zeilen bildet und die Synapsen mit ein paar wohlklingenden Signalen nährt.

Der 35. Lange-Bahn-Lauf in Mäbendorf - Beim Titel dieser Laufveranstaltung im sog. „Kleinen Thüringer Wald“ bedarf die geneigte Leserschaft sicherlich ein paar erläuternder Worte. Also - lasst mich erklären Leute!

Da ich die unerträglich warmen Temperaturen der letzten Woche einfach satt hatte und sich darüber hinaus bei mir noch ein wenig Appetit auf Thüringer Hausmannskost alá Hund in heller Rahmsoße und Klößen einstellte, entschied ich mich kurzer Hand zu einer Reise in heimatliche Gefilde. Dort sollte aber nicht nur gegessen, sondern auch läuferisch getestet werden, ob,  der mit einer chemischen Keule erschlagene grippale Infekt, wirklich das Zeitliche gesegnet hatte.

Da kam die Idee meines langjährigen (Lauf)Freundes Fredi (ohne ihn wäre ich übrigens nie Läufer geworden) gerade recht und wir machten uns auf den Weg nach Mäbendorf. Nun ist Mäbendorf nicht unbedingt aus Funk und Fernsehen bekannt und auch die Presse reiht diese Buchstabenkombination eher selten aneinander. Etwas fassbarer wird die geografische Lage wenn man hinzufügt, dass Mäbendorf ein Ortsteil von Suhl ist. Hier sollte es bei Leserin und Leser schon eher klingeln. Suhl verbindet man gemeinhin ja mit Bergen, Wald, VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann“ und Sushi. Naja  und Goethe war natürlich auch mal dort - aber wo war der nicht gewesen...?

7:30 Uhr ging es also von Ostthüringen (Nicht Westsachsen! Die Freunde des runden Leders werden diese Anmerkung verstehen...) über Neuhaus am Rennweg (Marathonstartort beim Rennsteiglauf) nach Suhl. Die Höhenlagen des Thüringer Waldes hielten tatsächlich noch 1°C und leichten Schneefall für uns bereit. Meine Sorgen bezüglich meiner begrenzten Kleidungsauswahl (nur unsere kurze Wettkampfkleidung) erwiesen sich nach Ankunft in Mäbendorf zum Glück als unbegründet, da es dort 5°C und Sonnenschein hatte. Freundliche Parkplatzeinweiser mit Superentwickler an der Körpervorderseite, ein kleiner Sportplatz mit Vereinsheim und natürlich ein Bierzelt mit dem in Thüringen obligatorischen „Rost“ (Übersetzung: Holzkohlegrill) empfingen uns in einem idyllischen Seitental.  Die Nachmeldung für meinen Halbmarathonstart ging schnell und preiswert (12 EUR) über die Bühne und so hielt ich neben meiner Startnummer noch eine nette Kaffeetasse in meinen Händen. Das übliche Einlaufprocedere folgte und so fand ich mich um 10 Uhr mit knapp 90 anderen Läuferinnen und Läufern unter dem Startbanner einer Thüringer Schwarzbierbrauerei („Sterbehilfe“) mit ein. Kurz nach dem Startschussruf sortierte sich schnell das Feld und es ging ein paar Meter bergab und dann knapp 3 km bergauf. Mit Eik hatte ich mich im Vorfeld auf einen „Tempodauerlauf“ geeinigt, sodass ich einen zügigen Rhythmus aufnahm, dabei aber nicht die schöne Natur neben den breiten Wegen missachtete. Ein kurzer Plausch mit einem Mitläufer auf einer Bergabpassage bis Km 6 signalisierte mir, dass es die nächsten 5 km nur noch bergauf gehen sollte. Der Thüringer Wald ist eben nicht dem Tiefland zuzuordnen! Am „Gipfel“ angekommen, führte uns die Strecke mehr oder weniger hügelig bis zu einer gut sortierten Verpflegungsstelle. Als Nachtisch gab anschließend noch einen schwer verdaulichen kurzen Anstieg für die Läuferschaft. Schön ist es bekanntlich, wenn der Schmerz nachlässt. Dies wollte aber nicht sofort gelingen, obwohl oder gerade weil es danach wieder ca. 3 km teils steil hinab ging. Nun sollte noch ein kleiner Hügel zu absolvieren sein, bis es dann ab Km 16 von 600 Höhenmeter auf 400 Höhemeter bei Km 20 nach unten ging. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich für die letzen 5 km noch knapp 20 min bis zur 1,5h-Marke für den Halbmarathon Zeit hatte. Nun war doch mein Ehrgeiz gepackt und die Hangabtriebskräfte ließen die Kilometerabschnitte schnell verrinnen. Dabei schloss ich noch auf einen Läufer auf, der sich dann aber an einer fiesen Rampe kurz vor dem Ziel doch wieder absetzen konnte. Meine Zielzeit kann die/der neugiere Leser/in hier nachlesen. Viel wichtiger sei aber anzumerken, dass der vom Rennsteiglaufverein organisierte Lange-Bahn-Lauf ein toller Volkslauf ohne viel Schnickschnack (z.B. Chipzeitmessung etc.) und eben ein klassischer Härtetest vor dem Rennsteiglauf ist. So ist es auch nicht verwunderlich, dass u.a. die erfolgreichen Rennsteigläufer Sebastian Bergmann und Dominik Koch ganz vorn zu finden waren. Zu guter letzt gönnten sich Fredi (der die 10km-Strecke in guten 46min absolvierte.) und ich natürlich noch eine echte Thüringer Rostbratwurst (Ja, lieber Sven, es war Schweinefleisch ;-)) und traten dann zufrieden den Heimweg nach Arnsbach an.

Freude herrscht!

Text/Bild: Thomas Probst

PS: Am Folgetag lief ich mich mit ziemlichen Muskelkater auf folgender Strecke ein wenig aus...Das Motto lautete: Immer drauf auf den Schmerz! ;-)

 


 

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