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04.05.2013 - Helsinki City Run - Minulla oli mukavaa!

Seit langem schon geplant, flog ich übers Wochenende mal kurz nach Finnland, um die Strecke für Holger´s großartiges Nordkap-Projekt zu inspizieren und für ihn Land und Leute kennenzulernen... ;-)
Naja, eigentlich wollte ich mal wieder das Gute mit dem Nützlichen verbinden und meiner (Lauf)Städtereisensammlung einen weiteren Punkt hinzufügen. Nach dem ich auf diese Art bereits Barcelona, Lissabon und Rom bereist habe, zog es mich dieses Mal gen Norden nach Helsinki zum City Run (Halbmarathon).

Der Sportteil der Reise wäre dabei fast noch ausgeblieben, da ich am letzten Samstag beim Aussteigen aus dem PKW!!! einen stechenden Schmerz im rechten Fuß verspürte, welcher auch beim kommenden Sonntagsläufchen leider nicht an Intensität verlor. Fazit: Lasst das mit dem Auto! Nun war natürlich guter Rat teuer. Die gebuchte und bereits bezahlte Reise absagen kam nicht in Frage. Am Lauf teilnehmen war dann schon eher fraglich. So verordnete ich mir Ruhe, Kühlung und Fußgymnastik. So saß ich also die letzte Woche mit Fußroller am Arbeitsplatz bzw. mit Minigymnastikball unterm Fuß zu Hause und fristete mein Dasein als Laufabstinenzler. Die Therapie zeigte zum Glück Wirkung und normales Gehen war bis Freitag wieder möglich. Ergo landete die Laufausrüstung mit im Handgepäck.

Um 21 Uhr checkten wir (meine Freundin und ich) in einem ordentlichen Hostel ein (Das hält jung!) und planten den nächsten Tag. Da der Start des Laufes erst um 15 Uhr erfolgen sollte, nutzten wir zur Vormittagsgestaltung die Straßenbahnlinie 3B/3T (Den Unterschied habe ich noch nicht verstanden...), die uns die Sehenswürdigkeiten Helsinki´s bequem näher bringen sollte. Meine Herren! Die erste Sehenswürdigkeit war jung und weiblich und saß am Steuer der Straßenbahn. (Hinweis: Ehe jetzt wieder ein Aufschrei durch die geneigte Leserschaft geht...meiner Freundin ist dieser Umstand auch aufgefallen!). Sonst wartete Helsinki leider nicht gerade mit Schönheiten auf. Schmucklose Betonbauten wechselten sich mit teilweise protzigen Monumentalbauten in einem gewöhnungsbedürften Stilmix ab. Zahlreiche russische Einflüsse haben sich in der Baukultur niedergeschlagen. Durch das Kauderwelsch der finnisch/schwedischen Straßennamen gelangten wir schließlich auch zum ehrwürdigen Olympiastadion von 1952, wo es neben Startnummer, Teilnehmer-T-Shirt und zahlreichen Produktproben, auch eine Statue der Lauflegende Paavo Nurmi zu sehen gab. Zur Mittagspause nochmal kurz ins Hostel und dann den Weg zum Start als Einlauf(test)strecke genutzt. Der Fuß schmerzte nur noch leicht. Also: Augen zu und durch! Mit mir waren noch gut 17.500 Teilnehmer/innen (Rekord) aus 71 Nationen am Start des Halbmarathons.

Nun vermutet man ja bei der Bezeichnung „City Run“, dass man breite flache Straßen vorfindet, die der/dem Läufer/in die Stadt ein wenig näher bringen. Dass der Finne, vielleicht auch mangels Größe der Stadt (560.000 Einwohner) diese Bezeichnung etwas anders interpretiert, schwante mir schon auf den ersten Kilometern. Neben unzähligen Brücken und Uferpromenaden, galt es bald auch Tannenwäldchen auf Forstwegen zu durchqueren, die mich teilweise gar an den Rennsteiglauf erinnerten. Kaum war man den Bäumen entlaufen, so wehte einem ein charmanter böiger Wind bei 14°C und Sonnenschein kräftig ins Gesicht.

Die finnische Mentalität, welche ja nicht gerade für Gefühlsausbrüche bekannt ist, war insbesondere bei der Zuschauerkulisse zu spüren. Schaulustige waren zwar zahlreich vorhanden, hielten sich aber mit Anfeuerungsrufen bzw. Applaus sehr zurück. (Für mich sehr angenehm!) So kann man sich ganz auf sich selbst (seine Schmerzen) konzentrieren. Der kaputte Fuß, das ständige Auf- und Ab des Kurses (Jetzt weiß ich endlich, warum der Veranstalter kein Höhenprofil auf seiner Homepage veröffentlicht hat.) und der Ostseewind forderten schließlich bei mir ihren Tribut und so war es ab KM 16 vorbei mit dem konstanten 4er-Schnitt und ich schleppte mich nach 1:26:09 h im Olympiastadion ins Ziel. Dort gab es neben der obligatorischen Finishermedaille noch zahlreiche Gratisleckereien (Es wurden sogar Löffel und Transporttüte gereicht).


Das Auslaufen erfolgte dann bei einem abendlichen Stadt- und Fotobummel. Der Sonntag weckte uns mit 6°C und Regen. Berlin erwartete uns bei 22°C und Sonnenschein.

Fazit: Wer einen gut organisierten City-Landschaftslauf mit einer kurzen Städtereise verbinden möchte, für den kann der Helsinki-City Run (Es gibt im August auch einen Marathon.) eine echte Alternative sein! Nun werde ich meine Wunden lecken und dann heißt es trainingstechnisch: Zurück auf Los!

Text/Bild: Thomas Probst


 

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