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13.04.2013 - 26. Deutsche Meisterschaften 100km in Kienbaum

Wer sich Samstagmorgen 6.30 Uhr an eine Startlinie begibt, um dann 50 oder 100km zu laufen, muss einfach ein Enthusiast sein - vorsichtig ausgedrückt. Und das sind wir auch: Frank Berger, Andy Neubert und ich, Holger. Der Startschuss klingt auch nicht anders als beim 5000m - Lauf und so begaben wir uns auf die Tortur im schönen Bundesleistungszentrum Kienbaum bei Berlin

Übrigens: Der „Hunderter“, der in diesem Jahr seine 33. Auflage erlebt, wurde erstmals 1977 durchgeführt. Wer jetzt richtig rechnet, weiß: Aha, das war ja noch DDR. Es war übrigens der einzige Hunderter in der DDR und ist heute zugleich der älteste 100 km-Lauf Deutschlands. Soweit zur Historie. Die Gegenwart holte uns ganz schnell wieder ein, als wir am Vorabend zur Nudelparty gingen. Die Nudeln standen in keinen Bezug zu einem Bundesleistungszentrum. Am Wettkampftag trafen wir dann auf eine sehr gute flache Asphaltschleife sowie -  Regen und Wind.

Frank wird seine Schmerzen selber beschreiben, die von Andy werde ich zum Besten geben. Andy machte bereits nach 52 km mit ihnen in Form einer ziemlich verkrampften Oberschenkelmuskulatur Bekanntschaft. Gut, dass Sabine mit war und sich des Problems annehmen konnte. Einer der wenigen Vorzüge eines 100er ist, dass man wegen der Länge des Wettkampfes Dinge machen kann wie z.B. sein Abitur ablegen, sich die Haare wachsen oder sich massieren lassen  - und zwar ohne, dass es einen zeitlich aussichtslos zurück wirft. Obwohl es Andy danach besser ging, wäre es allerdings geprahlt, seinen Zustand als zufriedenstellend zu bezeichnen. So musste er sich im Verlaufe des Wettkampfes mit weiteren Krisen rumschlagen, dank seiner Erfahrung und guten Zähne biss er sich aber durch.

Für mich war die Ultradistanz von 50km im Wettkampf Premiere. Auch wenn ich nicht optimal vorbereitet war, freute ich mich doch sehr auf den Lauf. Gleich nach dem Start ergab sich eine Mitlaufgelegenheit beim späteren Sieger und Meister aller Klassen im Ultrabereich André Collet sowie dem Zweitplatzierten Hans-Jörg Heiner.

Die Jungs liefen konstante 5km - Runden und ich konnte mich gut reinhängen. Bei km 30 musste der Meister ‘mal aufs Tö und Hans-Jörg trödelte etwas bei der Nahrungsaufnahme, sodass ich gezwungen war, 10km allein zu gehen. Ich konnte das Tempo halten und wir vereinten uns wieder bei km 40. Wie von Sportfreund Collet prognostiziert gingen wir (beinahe gleichzeitig) bei 3:25h durch und ich war gar nicht traurig, dass es für mich schon vorbei war. Aber bald ist ja RNSTGLF!

Und jetzt die Ergänzungen von Frank:

Nach dem erfolgreichen 100er von Leipzig im letzten Jahr, wollte ich, der Frank, natürlich auch in diesem Jahr 100 km am Stück laufen. Die Form war gut, ich hatte ordentlich trainiert und ein letzter Testlauf  am Südfeldsee bei Großkayna stimmte mich zuversichtlich. 5 Runden gleich 51 Km in einer ordentlichen Zeit zu absolvieren, bei extremen Witterungsbedingungen wie eisiger Untergrund und permanenten  Ostwind, das nahm mir den letzten Zweifel über meinen Trainingszustand.

Es lief alles supergut. Ich hatte schnell eine Gruppe gefunden und wir liefen gleichmäßig unsere Runden. Sehr diszipliniert war ich auch an den Verpflegungspunkten vom Veranstalter und der Eigenverpflegung. Hier leistete Andys Sohnemann Tobias wirklich ganze Arbeit.

Es geht eben nichts ohne Betreuer. Nach etwas mehr als 30 Km überrundete mich Andy das erste Mal. Ich machte so meine Kopfrechnung, wann er mich wohl zum zweiten Mal überrunden würde. Aber dazu kam es nicht mehr. Nach 50 Km sah ich wie sich Andy am V-Punkt die Wade massierte.  Ich war also wieder ran. Wie das?  Keine Ahnung und keinen Gedanken warum. Oder doch?  Der einzige Gedanke war, wann überholt er mich wieder. Aber er kam nicht. 11 Runden hatte ich inzwischen absolviert und Andy kam immer noch nicht. Jetzt machte ich mir schon mehr Gedanken, lief aber mit meinem Grüppchen immer so weiter.  Dann kam Ende der 12 Runde der große Keulenschlag für mich. Ich bekam plötzlich wahnsinnige Schmerzen im Leberbereich und schleppte mich zum V-Punkt. Ich nahm was zu Trinken mit und ging weiter. Verzweifelte Versuche von Atemübungen halfen aber auch nicht mehr. Es waren Schmerzen die man nicht so richtig beschreiben kann.  Da war mir klar, dass das Rennen gelaufen ist. Enttäuscht ging ich zum Start zurück und meldete mich beim Kampfgericht ab.

Jetzt muss meine Haarpracht noch weiter wachsen bis zum RSL. Dort ist das nächste Ziel klar vorgegeben. Die Scharte vom Vorjahr auszuwetzen und das Ergebnis von 2011 zu toppen. Wenn das gelingt, dann sind die Löckchen ab, ansonsten...

Ergebnisse gibt’s hier: http://www.harri-schlegel.com/100_km_kienbaum/

Text/Bild: Holger Stoek/Frank Berger


 

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