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20.10.2013 - 38. Amsterdam-Marathon - Halb und doppelt gut

Was macht man, wenn die eigene Laufform irgendwo in der Heide herumliegt (ich tippe mal nahe Lintbusch), man die Saison über mit grippalen Infekten und notorischer Zeitknappheit kämpft? Na klar - man fliegt mal eben nach Amsterdam und läuft ein wenig!

Berlin, Barcelona, Lissabon, Rom, Helsinki, das waren meine bisherigen Laufreisestationen. Hier sollte in diesem Jahr also noch Amsterdam dazukommen. Warum nun ausgerechnet dahin, mag man sich fragen? Die Antwort ist höchst simpel. Zum einen stehen in Amsterdam gleichzeitig Marathon und Halbmarathon auf dem Programm und zum anderen konnte ich einen Billigflug erwerben (Gesamtflugkosten: 86 EUR pro Person). Und wenn einer eine Reise tut, so tut er dies oft nicht gern allein. So begeisterte ich wieder meinen guten Freund Gert zur Teilnahme, mit dem ich schon die ein- oder andere Laufreise machte. Er startete natürlich beim Marathon. Ich wollte mich mal wieder mit der Hälfte begnügen. Bei meinem derzeitigen Trainingsstand ist dies auch sehr vernünftig, bin ich doch, wie eingangs schon erwähnt, derzeit von einer Laufform so weit entfernt, wie Amsterdam von Radfahrerfreiheit. Und da wären wir auch schon beim eigentlichen Grund der Reise: Stadt und Leute kennenlernen! So ging es also mit dem Flieger am vergangenen Samstagmorgen von Berlin in die niederländische Hauptstadt. Diese empfing uns mit einem sehenswerten Bahnhof, den typischen Backsteingebäuden und zahlreichen Brücken über die sog. Grachten (Wasserstraßen).

Backsteinhäuser in Reihe...                                                                 Hausboote in einer der Grachten...

Die im Vorfeld gebuchte Unterkunft war dann Dank Tram und erster Kontaktaufnahme mit Einheimischen (natürlich weiblich ;-)) auch schnell gefunden. Im Anschluss folgte eine erste Tramrundreise zur Startunterlagenabholung am Olympiastadion von 1928. Dort erlebten wir eine gute Organisation mit der üblichen Marathonmesse und neckischen Artikeln.

vor dem Olympiastadion..                                                                    ...holländische Laufschuhe

Anschließend wollten wir unser kompaktes Kulturprogramm um ein weiteres Highlight ergänzen und fuhren per Doppelstockbus mit Audioguide einmal quer durch die Stadt und erfuhren so viel Wissenswertes über Amsterdam. Gleichzeitig wurde uns so auch klar, was wir unbedingt noch sehen wollten. Zum Beispiel waren da die berüchtigten Coffeeshops, die auch nur im Entferntesten etwas mit Kaffeekonsum zu tun haben. Und auch ist es kein Röstgeruch von Kaffeebohnen, welcher einen umgarnt, wenn man in die Nähe einer solchen Lokalität gelangt. Nein, hier riecht es an jeder Ecke nach Marihuana, welches in echt chilligem Ambiente, meist liegend mit einer gesunden Portion elektronischer Musik inhaliert wird.


Gebt das Hanf frei?!

Vielleicht ist dies auch ein Grund dafür, weshalb die Amsterdamer in der Regel sehr gelassen (z.B. Straßenverkehr) und fröhlich daherkommen. Und das tun sie meist per Rad. Liebe Leute, so viele Radfahrer und Fahrräder habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen. Es war echt schwer, ein Foto zu knipsen, bei dem kein Rad mit im Motiv steckte. Es gibt darüber hinaus riesige Fahrradparkhäuser. Zwischenzeitlich haben wir gar vermutet, dass der Eingeborene gar kein eigenes Rad hat, sondern sich jeweils das Erstbeste greift und es nach der Fahrt anderswo wieder für den nächsten Nutzer abstellt. Als sicher gilt jedoch, dass der Holländer wohl seinen Namen diesem Gefährt verdankt.

Fahrradparkhaus...                                                                              ...typisch Amsterdam!

Am Abend wurden die gesammelten Eindrücke dann bei einer köstlichen Pizza verarbeitet und sich auf den Lauf mental vorbereitet. Ich begegnete diesem mit geringer Hoffnung auf eine gute Laufzeit, obwohl am Ende ein Zieleinlauf im ehrwürdigen Olympiastadion anstand. Sonntagmorgen mussten wir die einzige organisatorische Schwachstelle der Laufveranstaltung erleben und das lahmgelegte öffentliche Nahverkehrsnetz durch ein sündhaft teures Taxi kompensieren.

Ganz im Sinne der Tartanbahn in der Robert-Koch-Straße... die Innenbahn ist wegen starker Beanspruchung gesperrt!

Da der Start des Marathons bereits um 9:30 Uhr erfolgen sollte, ich aber erst um 13:20 Uhr an der Reihe war, konnte ich sowohl live den Start im Olympiastadion und anschließend das Rennen an einer Videoleinwand verfolgen. Als Sieger lief dabei bereits zum dritten Mal Wilson Chebet (Kenia) mit neuem Streckenrekord (2:05:35h) ins Ziel. Bei den Damen siegte die erst 20jährige Kenianerin Valentine Kipketer in guten 2:23:02h und lief dabei sogar über der K-Grenze ("Beim Kotzen nicht kleckern!"). Gert reihte sich in die guten Vorleistungen problemlos ein und absolvierte die Strecke in 3:54:30h, wobei er die zweite Hälfte gar schneller lief als die erste. Und was gibt es vom Autor lauftechnisch zu berichten? Auf jeden Fall keine Erfolgsmeldungen! Strecke gut, Wetter top, Stimmung toll, doch der Thomas Flop! Da hilft nur ein neuer langfristiger Trainingsaufbau oder Hobbyaufgabe! Ich werde eine Münze werfen... ;-)

Achja, was tut die geschundene Läuferseele nach einem miserablen Lauf, um ein wenig geistige Zerstreuung zu suchen? Ich sag nur "De Walletjes"! Hier gibt es noch mehr reizvolle Sehenswürdigkeiten zu entdecken! Aber: Nur gucken, nicht anfassen!

Fazit:
Zum einen: Fahrt nach Amsterdam und genießt die Stadt!
Zum anderen: Der Amsterdam-Marathon ist ein toller Lauf, der eine/n Läufer/in in Topform verdient.

Text/Bild: Thomas Probst


 

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