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10.08.2014 - 6. Sparkassen PANORAMATOUR Sächsische Schweiz – Etappenlauf über 54 km bei 1115 Höhenmeter – Lothar Rochau mit hart erkämpften Altersklassensieg

Bestimmt 50 Jahre ist es her, dass ich anlässlich einer Klassenfahrt die imposante Festung Königstein das letzte Mal besucht habe. So entschloss ich mich den 10. Festungslauf am Freitag, den 08.08.2014 – als erste von 3 Etappen – zu absolvieren. Bei der Anmeldung wurde mir klar, dass es sich um 3 Tagesläufe mit teils ausgeprägtem Trailcharakter handelte. 67€ Anmeldegebühr waren in Ordnung, wenn man bedenkt, welch enormer logistischer Aufwand allein im Nationalpark Sächsische Schweiz betrieben werden musste.

Mit 550 Teilnehmerinnen erreichte diese 1. Etappe beim DAK-Jubiläumsfestungslauf einen neuen Teilnehmerrekord. Nicht verwunderlich, denn dieser Lauf wurde mehrfach in die Top-Ten der schönsten Läufe Deutschlands gewählt. Pünktlich um 18.30 Uhr war Start an der Stadtkirche in Königstein. Erahnend was mich an diesem unvergesslichen Wochenende erwartete, ging ich vorab in die offene Kirche um den Trubel am Start noch ein wenig auszuweichen. Nach einer kleinen Runde durch das beschauliche Städtchen an der Elbe ging es gleich zur Sache. Rund 5,5 Km stetig bergauf über Waldwege, Straße und Wiesen bis hin zur berühmt-berüchtigten französischen Rampe den Eingang in die Festung. Völlig ausgelaugt kam jetzt das „Sahnehäupchen“ mit einer 1,8km Runde rund um die Festungsmauer zum Ziel. Der Sieger Marc Schulze SSC Berlin benötigte 28:59 min. Das war die zweitbeste Zeit bisher für diesem harten 7,8km-Lauf mit 255 Höhenmetern. Da die gesamte sächsische, brandenburgische und thüringische Volkslaufelite anwesend war, schraubte ich meine Erwartungen zurück. 3 Bergläufe mit dieser Dimension in drei aufeinander folgenden Tagen, hatte ich in meiner Läuferkarriere bisher auch noch nicht absolviert. So war ich am ersten Abend auch nicht enttäuscht, dass ich nur Dritter in meiner Altersklasse - mit einer Zeit von 40:18min – geworden bin. Nach dem Lauf war eine tolle Atmosphäre im Innenhof der Festung mit allem was das Herz begehrte. Vor allem gab es ein herzliches Wiedersehen mit vielen mir bekannten Läuferinnen und Läufern.

Am Samstag, den 2. Tag stand die Königsetappe mit 30 km und 620 Höhenmetern quer durch das wildromantische Kirnitzschtal im Nationalpark auf der Tagesordnung. Start war um 10.00 Uhr in Bad Schandau am Elberadwanderweg bei knapp 25 Grad. Nach 6 km wurde Bad Schandau verlassen und über eine nicht enden wollende Holztreppe ging es langsam aber stetig bergauf. Da ich rund 90 Sekunden gegenüber meinen 2 Altersklassengegnern verloren hatte, ging ich die 30 km recht flott an. Bei km 15 war die Welt noch in Ordnung und so freute ich mich über meine Zwischenzeit von 1:09h. Zudem  traf ich Axel Halle aus unserer Heimatstadt und es ging eine längere Passage bergab. Ab km 20 wurde es schwerer, denn das ständige bergauf-und ab forderte Tribut. Da der Lauf vom Vorabend noch in den „Knochen“ steckte und die Temperatur langsam ihren Höhepunkt erreichte, wurde das Tempo merklich langsamer. Da ich keinen meiner Gegner sah, ging es mir zumindest mental noch recht gut. Beim Kilometer 24 kam der „Höhepunkt der Etappe“. Rund 3 km kontinuierlich bergauf mit Trailpassagen ließen Läufers Herz förmlich höher schlagen. Diesen Abschnitt geschafft kamen noch einige Kilometer in der prallen Sonne bis ins ersehnte Ziel in Hinterhermsdorf, direkt an der tschechischen Grenze. Dort erwartete die Läuferinnen und Läufer ein reichhaltiges Essen und Trinken und eine professionelle  Moderation mit Adi (Mach’s mit, mach’s nach, mach’s besser). Nach einem Bad im Dorfteich und 5 Schälchen Apfelmus und drei Erdinger Alkoholfrei kam ich langsam wieder in Tritt und freute mich über meinen ersten Platz bei dieser Etappe und der Gewissheit, dass ich meinen härtesten Gegner aus Dresden mit 2:33:55h rund 5 Minuten abgenommen hatte.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Freunde des Traillaufes. 16,34 km Deutsch-Tschechischer Grenzlauf mit „nur“ 240 Höhenmetern und extrem schwierig zu laufenden Abschnitten. Von gefährlich schmalen Abschnitten bis hin zu „Wurzelabschnitten“ und kleinen Klettereinheiten war alles dabei. Wunderschön die Landschaft, nur fehlte die Zeit und die Kraft zum Staunen. Ich hatte mir vorgenommen meine starken Berglaufgegner erst ab Kilometer 8 vorbei ziehen zu lassen. Bei km 9 kam der Erste und ich konnte bis auf rund 20 Sekunden Verlust meinen Vorsprung halten.

So gewann ich den Etappenlauf über die 54 km in 4:35:21h in der Altersklasse 60 und der Gewissheit, dass ich 2014 einen solch „harten und langen Kanten“ nicht mehr mache.

2015 möchte ich viele aus unseren Verein einladen, diesen unverwechselbaren Lauf mit mir zusammen zu bewältigen. Wichtig ist eine frühe Entscheidung wegen Übernachtungen.

Ich werde auf alle Fälle wieder dabei sein.

Text/Bild: Lothar Rochau


 

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