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14.09.14 - 24h von Bernau - Schleichende Hallunken mit über 30km/d im Park erwischt - schneller, als die Polizei erlaubt!

24h Lauf in Bernau - ja, diese Veranstaltung sollte man sich merken. Nachdem wir LAVer schon im letzten Jahr erfolgreich daran teilgenommen hatten, wollten wir es auch in diesem Jahr so halten und hatten mit entsprechender Werbung vorher auch die nötige Anzahl an Teilnehmern für zwei Staffeln. Dank Thomas konnten auch außerhalb des Vereins noch Enthusiasten für unser Abenteuer gefunden werden, sodass wir am Samstag morgen erwartungsvoll am vereinbarten Treffpunkt zusammenkamen, um dort festzustellen, dass Kofferraumangaben nichts über die tatsächliche Beladung eines Autos aussagen. Volker meinte, er wäre zuhause rausgeflogen, da hätte er eben gleich alles mitgebracht (na hoffentlich stimmt das nicht). Was soll`s, der Blick in den Rückspiegel ist eh überbewertet (oder??). Im Bernauer Stadtpark schon von Sabine auf einem abgesteckten Areal direkt an der Strecke erwartet, entstand schnell aus Pavillons und Zelten unser Domizil, in dem wir uns wie die Nachbarn auch häuslich einrichteten.

Der guten Vorplanung von Thomas sei gedankt. Während der Einführung in das Procedere (Wechsel, Strecke, Verpflegung) durch Sabine und Thomas stieg die Spannung und Vorfreude spürbar an. Schneller als gedacht verging die Zeit bis zum Start, und pünktlich 14:00 setzte sich eine bunte Läuferschar in Bewegung. Das miles-and-more-Spektakel hatte begonnen. Die Runde führte entlang einer gut erhaltenen Stadtmauer, später um einen kleinen Teich, ein kurzer Hügel, und schon war man am Camp vorbei, letzte Kehre, Wechsel-so schnell können 1,6 km vergehen (zumindest am Anfang war das so). Nach der ersten Runde mal kurz durchschnaufen, na das kriegen wir schon hin. Warum da auch noch gesprintet wurde, ist eine im Nachgang zu klärende Frage. Schau`n wir mal die nächste! Direkt am Zelt vorbei, lautstark vom LAV angefeuert, stimmlich, mit Rasseln und einem eigentümlichen Didgeridoo. Nach mehreren Runden aller beschlossen wir, keine frühzeitigen Hochrechnungen anzustellen, weil, das wären ja - nein, das geht doch gar nicht! (usw.) Mit zunehmender Zeit kamen erste Ermüdungszeichen, die Beine wurden schwerer. Alles, was man mal über Gymnastik und Erwärmung gehört hatte-für die Tonne. Auch die Stimmung wurde merklich ruhiger. Ebenso die Strecke (für die Kids war abends Schluss - bei nachlassender Konzentration für alle nicht verkehrt). Die Dämmerung und später orangefarbene Neonleuchten und Strahler zauberten eine romantische Stimmung an die Mauer und in den Park. Schlaflos in Seatt-äh Bernau, ja auch so hätte der Text beginnen können. Aber das wäre ja nicht ganz richtig. Nach 02:00 (also schon ganz im dunklen) stellten wir schleichenden Hallunken um, auf Doppel-und Dreifachwechsel (1-2-1-2-3-4-3-4-...), um zu schlafen. Jedenfalls die, die nicht laufen. Für manchen mag es gefühlt auch auf der Strecke zugetroffen haben. Dass alle pünktlich beim Start waren, verdankten wir Lutz und Frank, die sich den ganzen Tag/Nacht um die Übersicht und die Weckzeiten kümmerten. Trotzdem dachte auch der Verfasser, er träumt, als er zwei völlig unbekleidete Läufer auf der Strecke sah - aber sie waren wirklich da!!! Die zunehmende Kühle und Feuchtigkeit machte zusätzlich zu schaffen. Am Morgen glitzerte stellenweise die Wiese, die Strecke wurde auch durch einsetzenden Regen rutschig. Aber inzwischen kannte jeder jeden einzelnen verfluchten Meter, Gullydeckel, Wurzel und Regenrinne. Mit einsetzender Morgendämmerung kriegten wir wieder bessere Stimmung, es war fast greifbar. Die Senke war geschafft. Wo steh`n wir denn? Jetzt begannen erste Planspiele. Das Männerteam hatte seine ärgsten Widersacher, die Langstreckenraketen aus Potsdam, verloren, die uns bei Vollzähligkeit mit Sicherheit besiegt hätten. Unser Mix-Team duellierte sich mit einer Polizeiauswahl aus der Uckermark, da ging es tatsächlich um eine Runde. Am Ende hatten wir die Nase vorn und die Möglichkeit für eine Überschrift mehr. Gegen Mittag wurden die letzten Kräfte mobilisiert, und dann war es geschafft. Zufriedenheit machte sich bei allen breit mit erreichter persönlicher Leistung und einem Mannschaftsergebnis, das in Zahlen also so lautet:

24h Männerteam - 1.Platz - 364,613km - 225 Runden
(Andre Hopf,
Michael Kutscher, Norbert Krüger, Thoralf Scholz, Gerald Kretzschmar, Thomas Probst,                          Klaus Bentele, Felix Schneider)

24h Mixteam - 5. Platz - 286,197km - 177 Runden
Sabine Eckel, Jens Hildebrand, Ines Schwab, Matthias Allmich, Silvia Schmied, Lutz Mengewein,                         Kerstin Kiss, Volker Hergenhan, Katrin Schneider, Christina Krüger)

Natürlich hätte man auch einzeln laufen können (Frank, Andy - euer Einsatz!), die Ergebnisliste weist 45 Finisher
aus, aber das wäre eine neue Geschichte.
Der Dank gilt unseren Organisatoren und Helfern (Sabines Eltern, ihr selbst, Lutz, Frank und Thomas)! Wir sind glücklich mit dem Vollbrachten, merken, dass so ein Vereinsleben Lust auf mehr macht und fahren mit einer bekannten Melodie im Kopf erschöpf tund gut gelaunt nach Hause.

                        Atemlos in Bernau
                        läuft das Team vom LAV
                        Atemlos, völlig breit
                        und der Weg ist noch so weit
                        Unsre Beine brennen, wollen nicht mehr rennen
                        doch das Ziel ist klar, wir geb`n nicht auf
                        Nur noch eine Stunde, nur noch eine Runde
                        gleich ist Schluss, wir warten drauf.
                        Atemlos in Bernau
                        Stolz, das Team vom LAV.

Text: Thoralf Scholz, Bild: Lutz Schendel


 

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