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07.-09.08.15 - Die Gelben Engel auf Panoramatour in der Sächsischen Schweiz

Im Vorfeld dieser Veranstaltung hatte unser Lothar immer wieder Reklame gemacht, für die aus seiner Sicht sehr tolle Veranstaltung. Vielleicht haben aber auch ein paar Sportfreunde Lothars Bericht vom Vorjahr gelesen. Schon damals war es sein erklärtes Ziel, soviel wie mögliche LAVer an der Teilnahme zu begeistern.

Jedenfalls waren Ines und Norbert auch schon mal da und hatten nichts Negatives zu berichten. Also blieb dies erstmal in den Hinterköpfen haften. Lothar, Ines sowie Matthias waren gemeldet und die Bergers wollten sich erst nach der erfolgreichen Teilnahme am Swiss Alpine entscheiden. Tja und dann stand da auf einmal noch Silvia Schmied in der Starterliste und das Thüringen-Ultra-Team „Gelbe Engel“ geht gemeinsam auf Panoramatour. Der Punkt aufs I war aber folgender: als wir in Königstein zur Startnummernausgabe gingen, da stand auf einmal Lutz Mengewein. Mit Iris als Betreuerin von Lothar und Fotograf vom Dienst waren wir insgesamt 8 LAVer, die sich am vermeintlich heißesten Wochenende des Jahres auf Panoramatour begaben.

Tag 1- Festung Königstein-Lauf

Nach individueller Anreise zu den Quartieren ging es nach Königstein zum Warmlaufen im wahrsten Sinne des Wortes. Der Veranstalter hatte aufgrund der brütenden Hitze, auf dem Festungsplateau wurden 46°C gemessen, die Strecke nochmals von 7,8 Km auf 5,5 Km verkürzt.

„Nach einer kurzen Einführungsrunde durch Königstein, hier geht es durch die hübsch sanierte Innenstadt darum, sich einen guten Ausgangsplatz für die Bergetappe zu sichern. Anschließend geht es steil nach oben. 225 Höhenmeter auf 5km sind schon heftig. Zwischendurch sind Stufen zu steigen oder zu springen – je nach Tagesform. Der Puls ist bei 180 und auf der Festung sollen es über 40 Grad sein. Die Feuerwehr hilft mit Schläuchen, die Hitze etwas zu mildern. Trotzdem ist mein T-Shirt bereits nach ca. 2km komplett durch. Am Sockel des Berges nimmt die Steigung ab, die Runde um die Festung herum wurde gestrichen, sodass wir direkt über ein steile Rampe in die Festung „stürmen“. Auf dem Plateau angekommen hört man schon den Sprecher und man sieht das Ziel. Es ist jedoch noch eine Runde entlang der Burgzinnen zu absolvieren bevor das erlösende „Fiiieep“ des „Arm-Chips“ die Hatz beendet. Ich schaffe es unter 30min ins Ziel und bin hochzufrieden.“ So die ersten Eindrücke von Matthias.

Alle die das Ziel auf dem Plateau erreichten röchelten nach Luft. Lothar hatte einen dermaßen trockenen Hals das er sich gar nicht zu schlucken traute. Sein O-Ton: „Sowas habe ich noch nie gehabt“. Als Entschädigung für alle war der grandiose Ausblick vom Festungsplateau ins Land.

Nach kurzer Erfrischung ging es dann in unsere Unterkünfte um uns auf den nächsten Tag vorzubereiten. Christine und Frank nahmen noch einen Schluck von der roten „Domina“ damit sie besser schlafen konnten.

 

Tag 2 - Sächsische Schweiz Panorama-Lauf

Nach der Hitzeschlacht am Vorabend waren wir auch heute nicht zu beneiden. Auf der mit 30 km längsten Etappe sollte sich die Spreu vom Weizen trennen. Manch einer machte das freiwillig, indem er aufgrund der zu erwartenden Temperaturen nicht startete, andere wiederum mussten der Strecke und der Hitze Tribut zollen.

„Temperaturen wieder jenseits der 30 Grad sorgen auf den ersten 6 km, eine flache „Pendelstrecke“ entlang der Elbe, für dicke Schweißperlen. Danach geht es in den Schatten jedoch steil bergan. Eine lange Stufenstrecke, gefolgt von einem weiteren Anstieg und man hat 100 Höhenmeter auf 900 Laufmetern überwunden. Die Organisatoren haben Verpflegungspunkte alle 5km aufgebaut und der Wasserverbrauch ist sicher enorm. Die Temperaturen nähern sich bedrohlich der 40 Grad Marke und zu spät merke ich, dass mir offensichtlich Salz fehlt und so stehe ich mit Krämpfen in beiden Beinen bei km 27. Erst durch ein hilfsbereite Schweizerin und ihrer mitgeführten Salztablette werde ich von meinem unfreiwilligen Stillstand erlöst. Die bis dahin gute Zeit ist futsch und nach dem Zieleinlauf habe ich noch ein ungeplantes Treffen mit dem sehr netten Ärztebereitschaftsteam. Diese aufopferungsvollen Damen und Herren kümmern sich um meinen Blutdruck, meine Partnerin um mein angeknackstes Ego“, so die nachhaltigen Eindrücke von Matthias Allmich.

Auch Lothar hatte Probleme, aber nur muskulärer Art. Da kam der Tipp von Silvia gerade richtig: „ schau mal in die Turnhalle Lothar, da gibt es eine Masseuse.“ Lothar nimmt den Rat an und stand plötzlich vor einer jungen Frau die dann auch richtig zupacken konnte mit ihren kräftigen Armen. „Das war meine härteste Massage in meinem Sportlerleben aber die war gut“, so Lothar abends auf der Party.

Im Ziel gab es wie immer reichlich Essen und Trinken. Da durfte auch das EAF(Erdinger alkoholfrei) nicht fehlen was literweise konsumiert wurde. Allein Frank goss sich 3 Halbe hinter die Binde, soviel wie noch nie nach einem Wettkampf.

Dann kam die Tagesauswertung und es wurde klar, dass der heutige Wettkampf ein Ausscheidungsrennen war, der fast alle LAVer nach der 2. Etappe auf einen Podestplatz spülte. Den größten Sprung machte Frank von Platz 11 auf Platz 2 in der M 55. Lothar, Christine und Silvia standen in ihren AK auf Platz 1 und Ines und Lutz auf den 3. Platz. So sollte die 3. Etappe die Entscheidung bringen.

Nach kurzer Regeneration ging es dann am Abend zur Läuferparty umin gemütlichen Runde im Festzelt den Tag auszuwerten. Lothar hatte aus dem Organisationsbüro die Übersicht mit den Zwischenständen nach den Etappenläufen mitgebracht. So suchten wir alle neugierig in der Liste nach unserer Platzierung in der jeweiligen AK. Ines war sehr überrascht und freute sich riesig, dass sie es auf Platz 3 in ihrer Altersklasse geschafft hatte, war doch der 1. Lauf am Freitag nicht so erfolgreich gewesen. Doch heute auf der langen Distanz hatte sie offensichtlich Zeit gutmachen können, wenn auch der Abstand auf Platz 4 nur 1 Minute betrug. Nun hieß es am Sonntag diesen Vorsprung ins Ziel zu retten.

Dann gab es auch noch ein Kulturprogramm. Neben handgespielten Oldies aus vergangenen Zeiten war eine sehr freie Aufführung des „Froschkönig“ das absolute Highlight des Abends. Wir haben uns geschmissen vor Lachen. Einen gewissen Anteil daran hatte auch der von Uns konsumierte Bio-Wein.

Bei Blitz und Donnergrollen suchten wir dann unsere Quartiere auf und hofften auf Regen in der Nacht. Leider vergeblich. Christine und Frank fuhren in ihr 2 Km entferntes Quartier. Nach ca. der Hälfte der Strecke warnte das Bergersche Navi (Frank) die Fahrerin mit einen lauten Stopp, Anhalten, Wildschweine. Entsprechend der Rangordnung, vom Keiler bis zum Frischling, liefen etwa 12-14 Schweine von links nach rechts über die Straße. Dabei setzten sie alle Verkehrsregeln außer Kraft. Das war auch besser so, denn wir waren in der Unterzahl. Ob dieser Bekanntschaft mit der Wildschweinrotte bekam sich Christine gar nicht wieder ein. Das war Freude pur… Hatte sie noch nie Wildschweine in der freien Natur gesehen. In unserem Quartier angekommen wurde der Rest der „Domina“ vom Vorabend genüsslich in dem Gedanken getrunken, dass es ja morgen nur 16,8 Km sind.

 

Tag 3 - Deutsch-Tschechischer Grenzlauf

Wie schon am Morgen zuvor, so wurden wir(Christine +Frank) auch an diesem Morgen mit einem Kikeriki aus der Konserve geweckt. Diesmal sprangen wir nicht so schnell wie die Steinböcke aus dem Bett. Der lange harte 30er lag uns doch schon etwas schwer in den Beinen. Die Wettkampfbesprechung vom Vorabend war am Frühstückstisch tabu. Wir genossen lieber den Joghurt mit frischen Heidelbeeren aus eigener Ernte sowie die selbstgemachte Konfitüre. Anschließend kleine Einreibung mit Perskinol(das Wundermittel aus Davos) und dann ab zum Start. Jetzt wurde es Christine langsam mulmig. Kann ich meine Führung behaupten?

Auch wenn wir zum Abschluss nur noch 16 km zu absolvieren hatten, so hatte es die Strecke, die über die grüne Grenze in unser Nachbarland Tschechien und zurückführte, noch einmal in sich. ..

„Der Wettergott hatte ein Einsehen und beschert uns nach nächtlichem Niederschlag entspannte 22 Grad zum Abschluss. Ein kurzes Studium der Karte im Internet ergibt: nach 4km Talfahrt soll es steil bergan gehen – doch es kommt anders. Aus 4km werden 8km ohne größere Steigungen. Man ahnt, die Strecke wurde verändert, lässt aber immer noch etwas im Tank, um für den doch bald kommenden steilen Anstieg gerüstet zu sein. Aber der kommt nicht. Ab km 10 kommt dann doch etwas  – immerhin 160 Höhenmeter auf 3km. Dann aber ist man raus aus dem Wald und in steiler Talfahrt - nur überholt durch einige übermütige Mountainbiker - laufen Alles Liebe entspannt ins Ziel. Dort erfahren wir, dass die Streckenführung durch einen umgestürzten Baum kurzfristig geändert wurde“, so die Eindrücke von Matthias.

Während Lothar und Frank nur ins Ziel kommen mussten, so durften unsere anderen Mitstreiter nicht bummeln. Was ist da schon 1 Minute Rückstand oder Vorsprung… Silvia lief ihr Rennen von vorn und machte damit alles richtig. Sieg in der W 50 und Gesamtsechste bei den Frauen. Darüber freute sie sich am meisten. Glückwunsch. Ines und Christine hatten den Doppelplan, denn die beiden donnerten los wie ein Rennpferd. 9:45 min nach 2 Kilometern hatten die Kontrahentin von Ines das erste Mal geschockt. Man hatte sich logischerweise am Start beäugt. Ines lief wie der Teufel und lies nichts mehr anbrennen.

Aber lest selbst die eigenen Eindrücke von Ines: „So hielt ich, wie von Frank empfohlen, schon am Start Ausschau nach meiner Verfolgerin, die mir prompt beim unvermeidlichen Toilettengang über den Weg lief. Ab jetzt ließ ich die Konkurrentin nicht mehr aus dem Auge. Aber wahrscheinlich hatte sie auch die Zwischenwertung angeschaut, denn sie blieb mir vom Start an dicht auf den Fersen. Bis zur Hälfte der Strecke bei km 8 hatte ich nur 50m Vorsprung vor ihr. Ich wollte sie so lange wie möglich hinter mir lassen, was mir letztendlich bis zum Ziel gelang.“

Was so alles geht wenn man unter „Druck“ ist denn es ging hier um Sekt oder Selters. Der Lohn war der 3. Platz in der W 45. Christine nahm dann etwas das Tempo raus, da am Wendepunkt der Pendelstrecke ihre Gegnerin schon weit hinter ihr war. Mit dem Sieg in der W 55 landete sie einen tollen Erfolg. „Das war viel härter als Davos“: so Christine nach dem Zieleinlauf. Lothar lief seinen Stiefel durch und belohnte sich erneut mit Platz 1 in der M 60. Den dann doch unerwarteten 2.Platz in der M 60 holte sich Lutz. Wir können nur spekulieren, ob der bis dato Zweitplatzierte nicht mehr angetreten war oder ob er das Rennen nicht beendet hat. Obwohl am Ende „nur“ ein 6.Platz für Matthias raussprang, an diesem Tag bekommt er den Orden für die beste kämpferische Leistung.

Die Panoramatour endet mit einem Triumphzug des LAV durch die Altersklassenwertungen, welche moderiert wurde von keinem Geringeren als den mittlerweile 78 jährigen Hallenser, Gerhard Adolph. Ihr wisst nicht wer das ist? Ihr kennt nicht den „Thomas Gottschalk der DDR“? Kleine Hilfe gefällig: Adolph war in jungen Jahren mehrfacher DDR-Meister im Gehen und ging dann ins DDR-Showbusiness. Dort wurde er als ADI mit „Mach mit, mach’s nach, mach’s besser“ bekannt. Nach der Siegerehrung saßen wir noch ein paar Minuten mit Adi zusammen und plauderten über die alten halleschen Zeiten.

Dieses tolle Gemeinschaftserlebnis soll Ansporn für das kommende Jahr sein, weitere LAVer zu motivieren. Bis Ende Februar ist das Meldesalär immer am Günstigsten. Die Veranstaltung ist deswegen zu empfehlen, weil die Landschaft im Elbsandsteingebirge wirklich sehr reizvoll ist. Kultur und Sport lassen sich ideal miteinander verbinden. Empfehlenswert ist ein Quartier in Hinterhermsdorf (60 Kilometer östlich von Dresden). Dort ist das zentrale Meldebüro untergebracht, der Ort selbst wurde schon mal zum “Schönsten Ort Deutschlands” gewählt.

Alle Ergebnisse und Fotos unter: http://www.tour-saechsische-schweiz.de/

Text: Frank Berger, Christine Berger, Matthias Allmich, Ines Schwab
Bilder: Ines Schwab und Matthias Allmich


 

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