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11.10.2015 - 30. Budapest-Marathon - Von Pest nach Buda und zurück

Zu Hause ein goldener Herbst mit strahlend blauem Himmel - da fällt die Entscheidung nicht schwer, sich zu südlicheren Gefilden aufzumachen, um dort ein wenig Regen zu tanken. ;-)

So stiegen Gert und ich am vergangenen Samstag einmal mehr zu einer weiteren läuferischen Hauptstadtreise in den Billigflieder. Unser Ziel dieses Mal: Budapest, die schöne Donaumetropole Ungarns, die uns wolkenverhangen und mit Nieselregen empfing. Zum 30. Mal lud Budapest rund 27.000 Läufer/innen aus Nah und Fern zu verschiedenen Laufdistanzen ein, um die zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Auch wir konnten uns diesem Ruf nicht entziehen, machten bereits im März Nägel mit Köpfen und buchten unser Reisearrangement. Samstag hin, Montag zurück, hieß es. Dazwischen mal schnell einen Marathon bzw. 30km abspulen, die Stadt im Hop-on-Hop-off-Bus erkunden und ein wenig Land und Leute kennen lernen. Ein bereits erprobtes Procedere für unsere heimliche Sammelleidenschaft.

Die Nähe des Hotels machte es möglich, gleich nach dem Einchecken, den nur wenige hundert Meter entfernten Start/Zielbereich mit der eingebundenen Marathonmesse zu erkunden und die Teilnehmer/innen der Unterdistanzen zu beobachten. Startnummerausgabe und Nudelparty waren bestens organisiert, sodass wir das bunten Treiben entspannt genießen konnten. Zu guter letzt machten wir noch eine zweistündige Busfahrt mit Audioguide durch die City und legten die Beine bei einer gemütlichen Fernsehpartie "Rugby-WM" hoch. Die Regeln habe ich übrigens bis heute noch nicht ganz durchdrungen.

Der Wettkampftag begann mit einem Blick aus dem Fenster, der außer Regen und Dunkelheit nicht gerade zu einer läuferischen Stadterkundung einlud. Bunter wurde es dagegen im Frühstücksraum des Hotels. Eine illustre, internationale Läuferschaft präsentierte dort während des Frühstücks mit Teilnehmer-Shirts ihre früheren läuferischen Heldentaten, lief nochmal die Laufschuhe ein und mixte sich so allerhand wundersame Gerichte zusammen. Nicht wenige stellten darüber hinaus bereits ihre Startnummern zur Schau. Dies sollte wohl Eindruck schinden. Einem Teilnehmer aus dem fernen Finnland gelang dies vortrefflich. Denn wer den Nachnamen "Stalhammar" trägt, der kann sich des Respekts sicher sein.

Den Weg zum Start nahmen wir alsdann in "handgeschneiderten" Müllsäcken auf uns. Dieses Kleidungsstück der Haute Couture hat sich vor allem bei kalten Temperaturen bewährt und sollte auch bei Dauerregen bis zum Startschuss recht hilfreich sein. Diesen nahmen wir aber nicht gemeinsam, sondern getrennt entgegen. Und dies sogar von verschiedenen Punkten aus. Während Gert gemütlich zum Start vor die "Hoteltür" trat, nahm ich die Fahrt dorthin in der weltweit drittältesten Metro bis zum KM 12,195 der Marathonstrecke auf mich. Meinen Startpunkt hatte ich dank "Hinterherlaufen" bei vermeintlichen Mitläufer/innen auch recht schnell gefunden und so war noch genügend Zeit, den Körper bei 8°C und Dauerregen so einigermaßen auf Temperatur zu bringen. Unter den Klängen von Nirvana und einiger, längst vergessener 90er-Jahre-Hits, wurden wir dann in kleinen Wellen (ca. 50 Läufer/innen) in das Rennen der Marathonis "eingefädelt".

Mit meiner Zeitangabe starte ich in der zweiten Welle und ich schickte mich sogleich an, meine Zielzeit von unter 2h anzugehen. Nun wollten diese Unternehmung keinerlei andere Mitläufer/innen mit mir gestalten, sodass ich mehr oder weniger einsam, die Jagd nach Welle 1 in Angriff nahm. An "endlosen" Ufern der Donau entlang und über viele Brücken hinweg, ließ der Regen langsam nach. Meine Kräfte allerdings auch. So verabschiedete ich mich bei KM 12 von meinem Zeitziel und schaltete auf den Sightseeing-Modus um. Der Veranstalter hatte es tatsächlich geschafft, sämtliche Sehenswürdigkeiten (z.B. Gellert-Berg mit Freiheitsstatue, Burgpalast, Donaubrücken mit Promenade, Margareteninsel) den Läufer/innen zu präsentieren und dabei häufig zwischen den beiden großen Stadtteilen Buda und Pest zu pendeln. Unter all diesen Eindrücken und zahlreicher musikalischer Untermalung an der Strecke, kämpfte ich mich bis zum Ziel auf dem Heldenplatz durch und nahm nach gut 2:13h meine Finisher-Medaille in Empfang. Nur wenig später erreichte auch Gert, mit der Erfahrung aus unzähligen Marathons, souverän das Ziel nach 42,195km. Ausklingen ließen wir den Tag mit einem Startrundgang, deftiger ungarischer Küche und sinnlosen Versuchen, die für uns absolut unverständliche Sprache (hier liegt wohl eine Sprachverwandtschaft mit finnisch vor) zu deuten.

Und so ging auch diese Reise am Montag mit einem weiteren kleinen Stadtrundgang zu Ende.
Wir kommen gern wieder - vor allem bei besserem Wetter!

PS: Mit meiner angestrebten Zielzeit wäre ich sogar Zweiter geworden... Na wenn ich das gewusst hätte...;-)

Text/Bild: Thomas Probst


 

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