10.06.2013 - Tag 3 - Irgendwo zwischen Stöllet und Malung

Hallo Halle,

nach der Überwindung technischer Schwierigkeiten kann ich endlich die erste Brieftaube schicken. Und so vertrieben wir uns heute die Zeit…

Vier Uhr vierzig zwingt mich die exzessive Flüssigkeitsaufnahme des Vortages aus den Federn und schon wieder ist die Sonne wach. Als wir gestern gegen 11 Uhr zu Bett gingen war sie noch am Himmel. Was für eine Energie! Die Morgenroutine beginnt mit Muskelarbeit an der Kaffeemühle, zu Essen gibt’s nix und dann füllen wir die Flaschen auf. Frubiase und Elektrolyte, sowie gutes schwedisches Wasser aus der Leitung, was man hier natürlich bedenkenlos trinken kann. Dann spekulieren wir das Wetter betreffend in den Tag hinein und hoffen, dass uns Hitze oder heftige Regenschauer nicht so wie gestern zwischen den Verpflegungspunkten erwischen. Apropos Verpflegung. Kathrin fuhr bisher immer 10 km voraus und stellt uns Getränke und Obst bereit. Heute waren wir wegen der hohen Temperaturen und der bis dahin reichlichen Höhenmeter ab Kilometer 50 gezwungen die Abstände zwischen den Getränkeposten zu verkürzen.

Protokoll der physischen Beschwerden:

Steffen registriert nach 198km eine Blase unter dem rechten Zeh, doch kennt man sich seit Jahren und trifft sich immer nach extremen Belastungen. Es besteht also kein Grund zur Besorgnis. Dazu kommen kleinere Beschwerden am rechten Oberschenkelbeuger. Holger ist noch Blasen frei, spürt aber die linke Kniesehne und spät in der Etappe den rechten Fußballen. Therapieansatz: bei Läufern wenig beliebtes aber mehr denn je notwendiges Dehnen. Kathrin und Xabi sind okay. Protokoll der mentalen Beanspruchung: Bisher ohne Befund.

Fortsatt trevlig resa!

In diesem Sinne, bis morgen.


 

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