26.03. - 02.04.2026 – 15. Leichtathletik-Hallen-Europameisterschaften der Masters in Torun (Polen)- Andreas Plier gewinnt im 8-Km-Crosslauf die Bronzemedaille in der Männer-60-Mannschaft
Vom 26.03.- 02.04.2026 zeigte sich die romantische polnische Stadt Torun an der Weichsel gelegen, erneut als hervorragender Gastgeber einer internationalen Leichtathletikmeisterschaft.
Nur eine Woche nach der Weltmeisterschaft der Profis gehörte die Bühne nunmehr den europäischen Altersklassenathleten.
Mit rund 3500 Teilnehmern aus 52 Ländern bewältigten in kurzer Zeit die polnischen Gastgeber erneut ein Riesenevent mit einer ausgezeichneten organisatorischen Qualität.
Nach meinen guten Erfahrungen von 2024 in der Kopernikusstadt, wo die Weltmeisterschaft in den Masterklassen stattgefunden hat, machte sich das kleine Team Iris Rochau, Andreas Plier, Ralf Biese und Lothar Rochau am 26.März 2026 auf den rund 600 km langen Weg in die in weiten Teilen vom Krieg verschonte 200.000 Einwohnerstadt.

Beeindruckend die gesamte Altstadt mit viel Backsteingotik, welche von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.
Quartier fanden wir in dem rund 25 km entfernten berühmten Kurort Ciechocinek mit guter Infrastruktur und dem größten Gradierwerk Europas. Die Höhe beträgt 15,8m und die Länge erstaunliche 1741,5m. Ideal für Spaziergänge und kleine Trainingseinheiten zwischen den Wettkämpfen.
Preise und Service waren zufriedenstellend und konnten problemlos mit deutschem Standard mithalten.
Es ist schon sehr bemerkenswert wie unsere polnischen Nachbarn sich entwickelt haben und dabei sind, in nicht wenigen Gebieten uns zu überholen.
Hier stechen besonders die Sauberkeit, die Sicherheit und die Gastronomie hervor. Deutschland sollte angesichts der Probleme die wir haben, sehr bescheiden sein und versuchen von unserem polnischen Nachbar zu lernen.


Nach zwei Tagen der Akklimatisierung und dem Kennenlernen unserer Umgebung fuhren wir am Sonntag, den 29. März 2026 zu unserem ersten Wettkampf nach Torun. Ein großer Sportkomplex mit einer überragenden Leichtathletikhalle, welche keine Wünsche für sportbegeisterte Menschen offen lies, empfing uns nach dem sehr komplizierten und bürokratischen Anmeldeverfahren - über den deutschen und europäischen Leichtathletikverband - freundlich und ohne großen Anmeldeaufwand durch die polnischen Gastgeber.
Weil nur ein 5-km Straßenlauf als relativ neue Wettkampfdisziplin und der Crosslauf als Wettbewerbe außerhalb der Hallendisziplinen ausgeschrieben waren, hatten wir uns entschieden, diese Herausforderung anzunehmen.
Da relativ spät um 11.00 Uhr der Start war konnten wir von unserem Kurort aus bequem anreisen und Dank der tollen Unterstützung unseres Freundes und Coach Ralf Biese und Iris pünktlich zum ersten Wettbewerb antreten.
Auf einer Pendelstrecke ging für alle Altersklassenathleten dann die Post ab.
Große Teilnehmerfelder und enorme Nervosität zeichnete die Bewerbe außerhalb der Halle aus und so war es nicht verwunderlich, dass es bereits am Start zu nicht wenige Stürzen kam. Da wir uns bei dem hohen Niveau gut eingeordnet hatten blieben wir Gott-sei-Dank davon verschont.
Die ersten 2,5 km liefen wir noch recht verhalten, da leichte Steigungen und Gegenwind uns herausforderten. Mit dem Wechsel lief es bedeutend besser und wir konnten noch einiges an Sekunden herausholen.
Am Ende lief Andreas in der guten Zeit von 21:32 min auf der 20.-AK-Platz in der sehr gut besetzten AK M-60. Lothar freute sich über seinen 14.-AK-Platz und der Zeit von 24:31 min über die 5-km Straße.
Leider war ich der einzige Deutsche über diese Distanz und im Crosslauf, so dass keine Mannschaftswertung zustande kam. Trotzdem habe ich mich gefreut über meine Zeit im 73. Lebensjahr.
Die nächsten wettkampffreien Tage nutzten wir um unsere Umgebung zu erkunden und die vielen Kirchen, Museen und Parkanlagen zu entdecken.
Am 01.04.2026 hieß es erneut für uns für Deutschland an den Start zu gehen und die besondere Herausforderung des anspruchsvollen 8-km-Crosslauf zu bestehen.
Das gelang Andreas gemeinsam mit einer starken deutschen Mannschaft im 8-km-Crosslauf besonders gut. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 4:35 min/km erkämpfte sich Andreas mit der Mannschaft die Bronzemedaille.
Gerade einmal 22 Sekunden fehlten zum Europameistertitel.
Herzlichen Glückwunsch zur 1. internationalen Medaille.


Lothar fiel diesmal der Crosslauf echt schwer und so war der 15. AK-Platz mehr als zufriedenstellend. Im letzten Jahr in der jeweiligen Altersklasse ist eben Saure-Gurken-Zeit.
Natürlich wurde nach der Siegerehrung gefeiert und die hervorragende Gastronomie in Torun genossen.
Am 02.04.2026 ging es zurück nach Deutschland - direkt in den Harz nach Ilsenburg. Hier begehen wir schon seit einigen Jahren das Osterfest der Auferstehung mit einer ganz besonderen Osterzeremonie in der über 1000-jährigen romanische Stiftskirche zu Gernrode. Zuvor genossen wir am Karfreitag die wunderbare Johannespassion vom „5. Evangelisten“ Johann Sebastian Bach in Wernigerode.
Es waren ganz besondere Tage des Sports und der Kultur.
Ein ganz großes Lob geht an die polnischen Veranstalter für die Herzlichkeit und die Professionalität und natürlich an unseren lieben Freund Ralf Biese und meiner liebe Frau Iris für die vielen kleinen und großen Hilfen und Unterstützung.
Ralf und Iris ihr wart einfach Klasse.
Text/Bild: Lothar Rochau
