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03.05.2021 - Einmal Billrode hin und zurück

Der 41.Finnelauf in Billrode fand in diesem Jahr unter anderen Umständen statt. Ein Bericht des MDR`s brachte mich auf die Idee, das mal zu probieren: anmelden und irgendeinen Tag wählen, um dort zu starten.

Am Sportplatz des Finnelaufs war für die Sportler alles organisiert. An Tafeln waren die Bedingungen zu lesen. Also fertigmachen, kleine Erwärmung und los ging es. Ich hatte mir vorgenommen, unter einer Stunde zu laufen.

Im Wald war alles durch Schilder markiert, man konnte sich nicht verlaufen. Ich schlug bei schönem Sonnenwetter ein gemütliches Tempo an. Die Strecke war trocken, trotz Dauerregens am vorigen Tag.

Unterwegs hatte ich noch Zeit, ein paar Bilder zu machen. Mit dem Lauf wollte ich austesten, was ich noch draufhatte. Es lief ganz gut. Die letzten km ging es den Berg hoch, aber ich wollte es durchstehen.

Nach 54:12min kam ich am Ziel an und freute mich über eine gute Zeit. Die Zeit war nur für mich ein Gradmesser, sonst gab es keine Zeitmessung. Als Teilnahmebeweis musste man nur einen Zettel ausfüllen und in den Briefkasten stecken.

Dieser Lauf war mal etwas anderes, als immer nur Rabeninsel oder Heide.

Ein Dank an die Organisatoren für diesen etwas anderen Lauf.

Text/Bild: Harald Dümke

 

17.04.2021 - Corona-konformer MDM-Streckentest

In dieser wettkampfarmen Zeit hatten wir die Idee einen Trainings-Wettkampf auf den Strecken des Mitteldeutschen-Marathons durch zu führen. Dank Strava lässt sich so etwas heute einfach umsetzen. (https://www.strava.com/segments/19419174).

Das Problem sind natürlich die pandemie-bedingten Einschränkungen. Daher wurden die unterschiedlichen Distanzen in zwei Gruppen in Angriff genommen. Zeitgleich um neun Uhr starteten die Marathonis (Bert-Morten, Stefan) in Lochau und die Halbstarken (Enrico, Erik) auf dem Hallischen Marktplatz. Die Laufbedingungen waren optimal: 5-8°, bedeckt, kein Wind.

 

Enrico auf dem Hallischen Markt. Den Start hat er noch gefunden

Enrico und Erik spulten die ersten Kilometer souverän im Zieltempo (4:15er-Pace für Sub 1:30) ab. Kurz vor der 10km-Marke offenbarte sich jedoch ein Problem. Die Streckenführung des MDM ist sehr verwinkelt und verwirrend. Die Markierung äußerst mangelhaft, ja streckenweise gar nicht vorhanden. So kam, als Enrico nach einem der häufigen Führungswechsel die Fühlung zur Spitze verlor, was kommen musste.  Hinter einer Kurve verschwand die Konkurrenz. Kein Streckenposten, der den richtigen Weg wies. Kurz gesagt: ein DNF ziert die Ergebnisliste. Erik fühlte sich trotz dieser Veranstalter-Sünden von seinem Trainingspartner gejagt und getrieben. Wie sollte es auch anders sein? Ein Läufer dreht sich nicht um.

Enrico sammelte noch einige wettkampfferne Kilometer an der Saale und fand sich pünktlich für den Zieleinlauf am Händel-Denkmal ein. Wo Erik unter missbilligenden Blicken einkaufender Passanten die Team-Ehre erfolgreich verteidigte. Denn mit seinem holprigen Sturzlauf die Leipziger Straße hinunter gelang ihm eine akkurate Punktlandung gelang. Ein extra-großes Eis vom Italiener kühlte im Anschluss gleichermaßen Ego und Muskulatur.

Die zuversichtlichen Marathonläufer Stefan und Bert-Morten
Wie derzeit unvermeidlich, werden die Marathonveranstaltungen immer kleiner, aber deshalb nicht unbedingt langsamer. Viele Läufer haben scheinbar Zeit, ausgiebig und weniger abhängig von äußeren Faktoren zu trainieren. Egal ob Profi- oder Amateurbereich, man setzt sich Ziele und optimiert dafür die Umfeldfaktoren. So auch am Samstag. Stefan, ein ambitionierter Sportsmann aus dem Kollegenumfeld hatte sich vorgenommen, seine Marathonbestzeit von 3:26 Stunden signifikant zu verbessern. Maximalziel war sub 3:20 Stunden. Dazu wurde eine Teilstrecke des MDM als Pendelstrecke auserkoren. Keine schlechte Idee, da hier bis auf ein paar Straßenübergänge nahezu keine Höhenmeter zu überwinden sind. Gestartet wurde um 9.00 Uhr an der Weißen Elster, Höhe Lochau, in Richtung Osten, die Wende war nach 10,5 km kurz vor der A9-Brücke festgelegt. Gesagt, getan, das erste Marathon-Viertel wurde in etwa 49 Minuten zurückgelegt. Wir waren absolut im Soll. Nach der Wende blies uns allerdings der Westwind so stark entgegen, dass wir kurzerhand eine optimierende Planänderung beschlossen. Denn 21,1 km in ordentlichem Wind wollten wir uns und unserer Endzeit nicht antun. Deshalb wendeten wir nach etwa 8 Kilometern (Marathonkilometer 18) wieder und liefen nur noch in die vom Wind unterstütze Richtung nach Osten mit dem Ziel Red-Bull-Arena. Wir hatten uns nun den Startpunkt des MDM als Zielpunkt auserkoren. Auch beim Halbmarathon lagen wir mit 1:39 Stunden ziemlich gut und konnten die zweite Hälfte sogar noch 1 Minute schneller laufen. Des Läufers Herz freut sich besonders über einen Negativsplit. Und Stefan fuhr fröhlich mit einer neuen Bestzeit von 3:17:12 Stunden nach Hause.

Ergebnisliste: 1. Corona-konformer MDM-Streckentest

Strecke

Name

AK

Ergebnis

Marathon

Stefan Reißmann

M45

03:17:12

 

Bert-Morten Arnicke

M45

03:17:12

Halbmarathon

Enrico Heinrich

M50

DNF

 

Erik Nagel

M40

01:29:52

 

 

 

 

Damit sich kein Nachahmungstäter verläuft, sei zum Abschluss ein kleiner Hinweis notiert. Für den diesjährigen MDM hat sich – wie der offiziellen Seite zu entnehmen ist – die Streckenführung wieder einmal geändert.

Text/Bild: Bert-Morten Arnicke, Erik Nagel


 

 

31.12.2020 – Cierpinski-Silvesterlauf Halle – Fernduell zum Jahreswechsel

Mit einem dankbaren Aufatmen reagierte die Läufergemeinde auf das Wettkampfangebot zum Jahreswechsel. Nach der endlos langen Wettkampfpause 2020 und unter den anhaltenden virusbedingten Einschränkungen organisierte Cierpinski-Sport einen virtuellen Laufwettstreit. Jeder Teilnehmer konnte das Resultat einer Silvester- oder Neujahrseinheit an die Veranstalter melden. Ob es sich dabei um ein erholsames Feiertagsläufchen mit Schwätzchen, einen Trainingslauf oder einen ernsthaften Leistungstest handelte, wurde individuell entschieden.

Strecke

Kategorie

Pl.

Name

Zeit

5km (191)

Kinder (22)

--

---

–:--

 

 

 

 

 

 

Frauen (85)

--

---

–:--

 

 

 

 

 

 

Männer (84)

05.

Erik Nagel

19:12

 

 

09.

Enrico Heinrich

19:32

 

 

24.

Sven Taubert

23:30

 

 

 

 

 

10km (174)

Kinder (2)

--

---

–:--

 

 

 

 

 

 

Frauen (69)

02.

Patricia Lein

42:57

 

 

24.

Dorit Prochnow

57:14

 

 

40.

Ines Schwab

61:36

 

 

42.

Sabine Hanke

62:00

 

 

43.

Jana Timm

63:00

 

 

 

 

 

 

Männer (103)

15.

Matthias Allmich

44:05

 

 

73.

Martin Wohlgemuth

59:05

 

 

83.

Uwe Pantke

62:00

Gewertet wurde auf der 5km und der 10km Strecke. Die Gesamtwertung der 365 Teilnehmer findet sich unter www.silvesterlauf.cierpinski-sport.de. Unter den 11 gewerteten Halensiaten sind insbesondere Patricia und Sven hervor zu heben. Patricia wurde mit einer hervorragenden Zeit von 42:57 nur von der neuerdings für den SV 1885 Teutschenthal startenden Katja Borggrefe abgefangen. So konnte sie ihr erstes Wettkampfjahr in den Reihen des LAV mit Silber beschließen. Sven startete 2020 nach langen gesundheitlichen Problemen wieder bei den ersten Wettkämpfen. Mit einer respektablen Zeit von 23:30 bewies er zum Jahresende, dass seine Form immer noch stimmt und jederzeit mit ihm zu rechnen ist. Zwei Trainingspartner lieferten sich ein aggressives Fernduell. Man munkelt, beide starteten hochmotiviert auf der Rundbahn; also eigentlich auf der 5000m-Strecke. Erik war es vor allem wegen monatelanger Verletzungssorgen ein ganz besonderes Vergnügen Enrico die entscheidenden Sekunden abzutrotzen.

So gelang mit dieser kostenfreien Laufveranstaltung ein versöhnlicher Jahresabschluss, der für das nächste Läuferjahr hoffen lässt. Für die charmante Idee und deren Umsetzung ist den Veranstaltern zu danken.

Text: Erik Nagel


 

Weitere Laufberichte unserer Mitglieder findet ihr hier!

 

Wir wünschen weiterhin viel Spaß

auf der Internetseite des LAV Halensia e.V.!