13.08.2026 - „Wenn Engel reisen …“
So beginnen öfter mal Berichte über Reise-Unternehmungen. Sechs LAV-er begaben sich am Donnerstag, 13.08.2026, auf eine Radel-Spazierfahrt. Start war um 10:00 Uhr am Waldkater und Ziel ein klein wenig mehr als 30 km entfernt die Georgsburg in Könnern. Kaum losgefahren bemerkte Rainer: „ … was haben wir für ein tolles Wetter heute…“ Ich sagte ihm: „ Wenn Engel reisen, scheint die Sonne“, worauf er erwiderte: „ das hast Du jetzt aber schön gesagt“.
Aber beginne ich doch mal am Anfang und von vorn. Irgendwann hatte irgendjemand irgendeine Idee. Irgendwann war vor einigen weniger oder mehreren Tagen, irgendjemand ist Lutz Mengewein und die Idee war eine Radtour zur Georgsburg in Könnern. Mit seiner Idee stieß er auf sehr fruchtbaren Boden bei einigen LAV-ern der Ü 70 und mir als Junior-Küken (immerhin schon AK 60). Leider und sehr sehr schade war, dass Lutz Mengewein dann kurzfristig wegen anderweitiger Verpflichtungen seine Teilnahme absagen musste. Ich meldete mich, dass ich die Strecke kenne und den Weg weisen könnte. Und schon besaß ich die Funktion des „Reiseleiters“. Aber überhaupt kein Problem, die Teilnehmer waren ja alle ganz liebe Menschen und Sportfreundin und Sportfreunde. Ich gab den Weg vor und die Ü 70 folgte dem „Jungspund“.
Für den Hinweg hatte ich mir den Weg stromabwärts linksseitig der Saale vorbei an der Fähre Brachwitz bis zur Fähre Wettin ausgedacht. In Schiepzig überquerten wir die „Blaue Brücke“ über die Autobahnbaustelle der neuen A 143. Hier informierten wir uns visuell über den Stand des Baufortschritts und der aktuellen Lage. Fertigstellung 2029 – allein mir fehlt der Glaube. Weiter ging es zur Fähre Wettin. Nun setzten wir unterhalb der Burg auf die andere Seite der Saale über. Ab jetzt befanden wir uns wieder auf dem offiziellen Saale‑Radwanderweg.
So vergingen Kilometer um Kilometer, viele Gespräche wurden geführt, Anekdoten wurden ausgetauscht, zukünftige eventuelle Vorhaben untereinander ausgetauscht. Die meisten Mit‑Radelnden waren noch nie nördlicher als Wettin auf dem Saale-Radwanderweg und somit im „Neuland“. Der Weg wurde ganz leicht geringfügig hügeliger, was unserer Freude, unserem Spaß und unserem Gemeinschaftserlebnis in keinster Weise abträglich war, ganz im Gegenteil. Die wunderbare Natur, die Wege abseits der Straße, die mit dem Rad super zu fahrenden Asphaltbänder oder auch mal Waldwege bescherten uns richtig gute positive Emotionen.
So erreichten wir dann nach 32,9 km die Georgsburg in der Ortslage Könnern direkt am Saale-Radwanderweg direkt an der Saale. Wir fanden eine wunderbaren Tisch mit Blick direkt auf den Fluss in einem mit kleinen Pappeln, Blumen und schönen Pflanzen verzierten Biergarten. Jede/r von uns fand in der umfangreichen Speisekarte eine passende kulinarische Spezialität zur Wiederherstellung unserer verbrauchten Energien. Das ein oder andere mineral- und elektrolythaltige Kaltgetränk durfte natürlich auch nicht fehlen. Einige von uns schauten sich dann noch die Räumlichkeiten der Gaststätte an. Mit mehreren verschiedenen großen Räumlichkeiten für die verschiedensten möglichen familiären, privaten oder geselligen Feierlichkeiten bietet diese Einrichtung eine Menge an Varianten und Auswahl.
Frisch gestärkt und mit nach der Pause und dem einstündigen Sitzen am Mittagstisch ein kleine wenig „Blei in den Muskeln“ begaben wir uns auf den Rückweg. Jetzt fuhren wir stromaufwärts linksseitig der Saale bis zur Fähre Brachwitz. Unterwegs legten wir oben an einem kleinen Hügel eine wohlverdiente Rast ein. An genau dieser Stelle kann man zu Fuß noch ein paar Schritte einige wenige Höhenmeter nach oben steigen. Von dort hat man einen wunderbaren Blick in beide Richtungen über die Saale und das gesamte umliegende Terrain. Ich habe den dort oben entstandenen Fotos den Titel „Heros on the Hill“ gegeben.
Der Rest des Weges war dann schnell abgehakt, Übersetzen mit der Fähre Brachwitz, den bekannten Radweg gegenüber der Brachwitzer Alpen durch Lettin, durch Heide-Nord, entlang am Rand der Dölauer Heide zurück bis zum Waldkater. Insgesamt waren wir etwas mehr als sechs Stunden unterwegs, der Tacho zeigte 63,4 km in einer reinen Fahrzeit von 3:53 h. Zusätzlich sah ich in viele nur sehr freudige Gesichter. Liebe Mit-Radelnden, es war mir ein Großes Vergnügen diese Fahrt, diesen Tag, diese Tour mit Euch gemeinsam erlebt zu haben. Danke.
Während des Mittagessen hatte ich dann noch eine Idee in die Runde geworfen. Wir könnten doch zu einem späteren Zeitpunkt einmal mit den Autos und aufgeladenen Rädern zur Georgsburg fahren und dann den Saale-Radwanderweg mit dem Rad weiter nach Norden fortsetzen bis nach Bernburg. In Bernburg könnte man dann eine kleine Runde durch die Stadt drehen (ich als geborener Bernburger wäre hier ein idealer „Reiseleiter“) und zurück zur Georgsburg radeln. Habt Ihr, hat jemand Lust? Macht mit!
LuSche


