Tag 30 – 20.08.2026 – Der Kampf um den Gipfel
Nachdem ich gestern Abend in meiner kleinen Ferienwohnung während des Gewitterorkans mit Starkregen und Tornadoerscheinungen saß und hoffte und bangte, dass das Dach der Wohnung nicht wegfliegt und mein Auto heute früh noch an der gleichen Stelle stehen würde, wo ich es geparkt hatte, empfing mich der heutige Morgen mit ruhigem leicht sonnigen Wetter. Mir stand ein sehr schwerer Tag bevor. Darüber war ich mir völlig im Klaren.
Vor einigen Wochen war ich schon einmal am Dollberg, dem höchsten Punkt des Saarlandes. Damals scheiterte ich an nicht gefundenen Wegen in Richtung Gipfel und wenn, dann an der nicht vorhandenen Ausrüstung. Auch hier hatte ich mich jetzt nochmals eingehend mit den Örtlichkeiten beschäftigt, Wanderberichte gelesen und Empfehlungen anderer Personen in meine Überlegungen einbezogen. Mir war völlig klar, dass ich zumindest die zweite Hälfte des Weges würde zu Fuß wandernd durch teilweise unwegsames Gelände zurücklegen müsste.
Ich war auf eine große Herausforderung eingestellt. Heute hatte ich wanderfestes Schuhwerk dabei und nicht nur „Trittchens“. Ich trug eine lange Jeans und nicht nur eine kurze Radlerhose. Ich hatte alle meine Fahrradschlösser eingepackt. Und ich hatte meine Walkingstöcke in den Rucksack gesteckt. Auf diese Weise vorbereitet und mental sehr gut auf die kommenden Schwierigkeiten eingestellt, begab ich mich auf den Weg.
Mit dem Auto fuhr ich bis auf den großen Parkplatz in Neuhütten an der Köhlerhütte. Von hier aus waren es noch 2,1 km mit ca. 140 Höhenmetern bis zum höchsten Punkt. Ich hoffte, dass ich wenigstens die ersten 750 m mit dem Pedelec zurücklegen könnte. Danach wollte ich weitersehen, ob und wie mir das Rad noch nützlich sein würde. Wie viele von Euch wissen, bin ich ja überhaupt nicht mehr gut zu Fuß unterwegs (extreme Plattfüße, kaputte Fußgelenke und Arthrose in den Knieen), nicht zu verschweigen die nichtvorhandene Fitness und das Übergewicht. Meine Motivation waren meine immer noch enorm gute Ausdauer und meine Geduld. Ich hatte ja Zeit und keine Eile.
Schon nach 250 m war meine Hoffnung begraben. Der Weg war zwar breit und fest und trotz des Starkregens letzte Nacht auch trocken, aber so steil, dass ich das Rad schieben musste. Es kamen etwa 200 m mit knapp 40 Höhenmetern. Ich schob also das Rad bergauf. Ich wusste ja nicht, ob es mir weiter oben noch einmal nützlich sein könnte. Nein, war es nicht. Ich schloss es an einem Baum an. Die 200 m schiebend überwunden, kam ich an einen Weg, auf dem auch das Rad nicht mehr zu schieben war. Seht selbst: Der Weg wurde extrem wurzelig, wurde dann immer schmaler (nur noch ca. 20 bis 30 cm) und teilweise im Unterholz kaum noch sichtbar.
6. Hallescher 6-Stunden-Lauf am 07.11.2026 - Jetzt noch die günstige Startgebühr nutzen!
In gut zwei Monaten ist es wieder soweit! Am 07.11.2026, ab 10:00 Uhr dürft Ihr bereits zum sechsten Mal auf einer schnellen und flachen Strecke im Herzen der idyllischen Peißnitzinsel einzeln oder in einer Team-Staffel Eure Runden drehen – bei unserem Halleschen 6-Stundenlauf. Wir haben in den letzten Wochen alles gegeben, um Euch zum Saisonausklang wieder ein sportliches Event in familiärer Atmosphäre - von Läufern für Läufer - zu bieten.
Allen bereits Gemeldeten gilt daher an dieser Stelle unser Dank für das erwiesene Vertrauen. Wer noch nicht gemeldet ist, der kann dies noch bis zum 31.08.2026 unter Nutzung der vergünstigten Startgebühren tun!
Kommt also alle nach Halle, wir freuen uns auf Euch!
ZUR ONLINE-ANMELDUNG: LINK
Alles Gute bei der Vorbereitung und sportliche Grüße aus Halle!
Euer Organisationsteam


Tag 29 – 19.08.2026 – Im zweiten Anlauf
Ende Juni hatte ich den Gipfel des Langenberg in Nordrhein-Westfalen nicht erreicht. Mit ein wenig Abstand habe ich mich noch einmal eingehend mit den Örtlichkeiten beschäftigt. Einige Recherchen und das Lesen von Berichten anderer Wanderer ließen mich einen Ansatz finden.
So machte ich mich heute Früh mit dem Auto auf in Richtung Winterberg im Sauerland. So wie schon im Juni steuerte ich die Gemeinde Niedersfeld an. Heute nahm ich dann vom Ort aus mit dem Auto eine Straße, die später in einen breiten festen Schotterweg überging. Diese führte immer bergauf bis zu einem Wanderparkplatz an der Hochheidehütte, so wie es mehrheitlich empfohlen wird.
Im Gegensatz zu Ende Juni waren es diesmal nur noch 3 km bis zum Gipfel und nicht mehr 5 km. Es waren nur noch 80 und nicht mehr 250 Höhenmeter zurückzulegen. Und das Thermometer zeigte keine Temperatur von 39 °C sondern wohlfühlige 20 °C. Das alles zusammen ergab einen großen Optimismus bei mir.
Am Wanderparkplatz angekommen nahm ich das Rad vom Heckträger, Helm auf und los ging es. Nach 3,1 km und 16 min. erreichte ich über einen sehr breiten schottrig-festen Wanderweg einigermaßen entspannt den Gipfel. Ich musste mich dabei nicht mal wirklich anstrengen. Oben traf ich dann eine Mutter mit ihrem schon fast erwachsenen Sohn, die in der Nähe – wie sie sagten – zu Hause sind und nur eine kleine Ferienwanderung unternommen hatten. (NRW hat noch 1,5 Wochen Ferien)
Auf dem Gipfel gibt es ein sehr großes Gipfelkreuz, eine informative, aber schlecht lesbare Informationstafel. Ein Gipfelbuch gibt es nicht. Es gibt ein paar ordentliche Sitzgelegenheiten und es ist alles sauber. Ansonsten ist der gesamte Gipfel wieder ein wenig steril und zum längeren Verweilen nicht einladend. Ein vorüber eilender Jogger und zwei Mountainbiker würdigten dem Gipfelkreuz keinen einzigen Blick. Ich fertigte mit Kamera und Handy meine obligatorischen Fotos und begab mich auf den Rückweg zum Auto. Am Ende waren es 6,4 km in 0:27 h. Mehr gibt es heute nicht zu berichten.
LuSche
Weitere Laufberichte unserer Mitglieder findet ihr hier!
Wir wünschen weiterhin viel Spaß
auf der Internetseite des LAV Halensia e.V.!

