Tag 33A – 30.08.2026 – „Im Osten geht die Sonne auf, …“
Jetzt ist es so weit. Meine Erkundungstour geht dem Ende entgegen. So brach ich heute zu meinen beiden letzten Zielen auf. Bei angenehmen äußeren Bedingungen, es war trocken und sonnig, fuhr ich immer noch mit dem „Heimbringer“ in Richtung äußerster Osten. Ich näherte mich dem östlichsten Punkt Deutschlands in der Gemeinde Zentendorf etwas nördlich von Görlitz um die Mittagszeit.
In der Ortschaft angekommen, weist ein freundliches Schild daraufhin, dass man sein Fahrzeug auf einer eigens dafür vorgesehenen kleinen Fläche parken soll. Von dort seien es dann nur noch ca. 15 min. zu Fuß. So parkte ich ordentlich mein Auto, nahm das Pedelec vom Heckträger und bereitete mich auf die Erkundung vor. Das Navi zeigte an, es sind noch 1,3 km zurückzulegen. Zwei Wegweiser zeigten den ohnehin nicht zu verfehlenden Feldweg an.
Nach wenigen Minuten erreichte ich auf einem breiten, leicht unebenen und im mittleren Teil etwas matschigen Feldweg den östlichsten „Zipfel“ Deutschlands. Auf dem Weg dorthin kamen mir insgesamt vier Personen entgegen. Dort am Ort selbst war ich dann die ganze Zeit allein. Ich empfinde den Punkt sehr schön gestaltet. Er hat ein wirklich angenehmes Ambiente, alles ist sauber und gepflegt. Ich fotografierte mich an dem schönen Zipfelstein.
Sehr wohlwollend auffallend registrierte ich das Vorhandensein eines „Zipfelbuches“. Es ist der einzige Zipfel, wo dieses so vorhanden ist. Natürlich trug ich mich ordnungsgemäß über meine Anwesenheit berichtend darin ein. Heute war ich laut Einträgen in dem Buch der fünfte Mensch an diesem Ort.
Vom Zipfelstein aus ist die Neiße als Grenzfluss noch ungefähr 50 m entfernt. Über eine Wiese mit einem Trampelpfad niedergetretenen Grases gelangt man problemlos nach ein paar wenigen Schritten an das Ufer der Neiße. Hier stand ich dann am wirklich östlichsten Punkt Deutschlands auf dem Festland. Die Grenze zu Polen ist schließlich die Flussmitte. Die Neiße ist hier etwa 10 m breit. Auf der Neiße herrschte reger Kanu-Paddelboot-Touristen-Verkehr in beide Richtungen, meist jedoch flussabwärts. Unmittelbar am Ufer steht ein Baum schon halb im Wasser, in dem ein schönes Schild angebracht ist.
„Im Osten geht die Sonne auf …“.
Auf dem Rückweg zu meinem Auto entdeckte ich noch die Ruinenreste einer ehemaligen Brücke über die Neiße für den vermutlich kleinen Grenzverkehr. Ich bestieg diese Brückenruine und entdeckte dort noch einen alten Grenzpfeiler.
Ich kam zu meinem Auto zurück, lud das Rad wieder auf und begab mich auf zu meiner letzten Erkundung. Davon werde ich Euch in Kürze hier berichten.
LuSche


