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Tag 33B – 30.08.2026 – Alles hat ein Ende, …

Das soll es jetzt sein, die letzte Erkundung, der letzte Gipfel. Vom östlichsten Punkt Deutschlands etwas nördlich von Görlitz in einer geraden Linie direkt nach Halle führt diese sehr genau über den höchsten Berg Brandenburgs, den Kutschenberg. Ich befand mich also auf dem Heimweg und habe unterwegs noch die „Besteigung“ dieses 201 m hohen Gipfels mitgenommen. In der Nähe von Ortrand in der Ortslage Kleinkmehlen befindet sich dieser Punkt. Unerwartet hatte ich, um ihn zu erreichen, doch noch ein paar Schwierigkeiten zu überwinden. Der Gipfel liegt in einem kleinen Waldgebiet direkt angrenzend an eine kleine Wohnsiedlung am Rande des Ortes. Ich erreichte diese Siedlung mit dem Auto über einen breiten Feldweg und stand vor einem großen Tor. Dieses Tor stand zwar offen, aber die Beschilderung ließ mich skeptisch werden. Es war leicht zu verschließen und wohl nur mit einer Berechtigungskarte bedienbar.

Unmittelbar vor diesem Tor befindet sich auf der linken Seite eine größere Parkfläche. Ich parkte mein Auto und nahm mein Rad vom Heckträger. Laut Routenplaner sollten es noch 0,8 km bis zum Gipfel sein. Sollte das Tor später verschlossen sein, würde ich mit dem Rad auch kurz durch das Gebüsch, über eine kleinen Graben und ein ganz kleines Stück über eine Wiese daran vorbeikommen. So fuhr ich in die Wohnsiedlung hinein. Diese besteht aus vielen sehr neuen Häusern, drei Feldwegen von unten nach oben und drei Feldwegen von links nach rechts, sah also aus wie ein Gittermuster. Das Problem bestand darin, dass die Siedlung von zwei Seiten von Feldern und von einer Seite durch den Wald ohne Zuwegung umringt war. Und auf der vierten Seite waren alle Wege mit verschlossenen Toren versehen. Ich war nur noch Luftlinie weniger als 100 m vom Gipfel entfernt, konnte ihn aber nicht erreichen.

Da sprachen mich Personen an, die ihren Nachmittags-Kaffee genießend auf einer Terrasse saßen, „da lang kommen sie aber nicht weiter.“ Ich war froh, Menschen getroffen zu haben, die ich fragen konnte. Ich teilte ihnen mit, dass ich auf den Kutschenberg möchte und fragte, ob sie mir sagen könnten, wie ich da hinkomme. Sie teilten mir mit, dass der Kutschenberg unmittelbar hinter unserem Standort wäre. Sie verrieten mir dann, dass es ganz rechts hinten außen an dem Tor einen kleinen unscheinbaren Trampelpfad geben würde, über den ich von der Wohnsiedlung in den Wald käme. Nach ein wenig suchen, fand ich diesen Pfad durchs Unterholz und stand nach wenigen Metern genau auf dem Weg, der mich auf den Gipfel führen würde.

Hier ging es jetzt noch 200 m meist leicht bergauf auf einem zwar schmalen, aber festen und recht ebenen Waldweg zum Gipfel. 20 m vor dem Ziel wurde es dann noch einmal ganz kurz ganz steil. Ich musste das Rad etwa 10 m schieben und dann hatte ich es geschafft. Ich stand am Gipfelstein des Kutschenbergs, des höchsten Berges Brandenburgs. Somit hatte ich in allen 16 Bundesländern die jeweils höchste Erhebung innerhalb von vier Monaten erreicht. Es war innerlich ein schönes und freudiges Gefühl.

Außer dem Gipfel gibt es nichts weiter als den Gipfelstein, keine Sitzgelegenheit, keine weitere Beschilderung, kein Gipfelbuch. Aber hier finde ich das okay, weil es halt ein in sich geschlossenes dichtes Waldgebiet ist, welches nicht touristisch ausgebaut ist. Und so fertigte ich mein obligatorisches Gipfelfoto, verweilte noch einen kleinen Moment und begab mich zurück zu meinem Auto, welches ich durch ein immer noch unverschlossenes Tor erreichte, um mich auf den letzten Heimweg zu begeben.

Damit ging meine geografische Rundreise zu den Gipfeln und Zipfeln Deutschlands zu Ende. Für mich war es ein tolles Erlebnis. Die extremen Unterschiede der Beschaffenheiten, der vor Ort herrschenden Verhältnisse und des Umgangs mit den erdkundlichen Besonderheiten werden mir immer im Gedächtnis bleiben. Ich freue jedenfalls sehr, diese Punkte gesehen zu haben, sie mal persönlich besucht zu haben. Ich habe mir vorgenommen, in ein paar Tagen noch eine kleine Zusammenfassung in Form eines Resümees zu schreiben, die ihr dann ebenfalls hier werdet lesen können.

LuSche